Die Lage in Minneapolis wird immer hitziger. US-Präsident Donald Trump droht nach erneuten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Bundesbeamten in der Stadt mit dem Einsatz von Militär gegen die Protestierenden.
Er werde den sogenannten Insurrection Act nutzen, wenn sich die »korrupten Politiker« des US-Bundesstaats Minnesota nicht an das Gesetz hielten und »die professionellen Agitatoren und Aufständischen« nicht davon abhielten, »Patrioten« der Einwanderungsbehörde ICE anzugreifen, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social.
ICE-Beamte, teils vermummt, die in vielen demokratischen Städten wegen ihrer Razzien gegen Migranten auf Widerstand stoßen, nahm er dabei einmal mehr in Schutz. Sie versuchten nur, ihre Arbeit zu machen, schrieb Trump.
Das Gesetz erlaubt dem US-Präsidenten im Ausnahmefall, das Militär im Inland einzusetzen, um Aufstände niederzuschlagen und sich an Strafverfolgungsmaßnahmen zu beteiligen. Unter normalen Umständen ist das in den USA nicht erlaubt. Bereits als im Sommer in Los Angeles gegen seine Migrationspolitik protestiert wurde und Trump Tausende Soldaten in die Westküstenmetropole schickte, drohte er damit, das Gesetz anzuwenden.
Eine Woche nach den tödlichen Schüssen eines ICE-Beamten auf eine Frau hatte jüngst erneut ein Bundesbeamter einen Schuss abgegeben und einen Mann verletzt. Das Heimatschutzministerium schrieb auf X von einer eskalierten Verkehrskontrolle am Mittwochabend (Ortszeit). Der Vorfall heizte die ohnehin angespannte Stimmung in der Stadt weiter an.
US-Medien berichteten von Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Strafverfolgungsbeamten, die über Stunden andauerten.
Sie kassieren Menschen bei McDonald’s, bei Walmart, auf der Straße. Zuletzt erschoss ein Beamter die Familienmutter Renee Good: Trumps maskierte ICE-Einheiten verbreiten in Minneapolis Angst und Schrecken. Hier lesen Sie mehr.
