SpOn 06.03.2026
11:05 Uhr

USA: Bundesstaaten wollen auch neue Trump-Zölle stoppen


Runde zwei im Ringen um die amerikanische Zollpolitik: Auch gegen den erneuten Versuch von US-Präsident Trump haben US-Bundesstaaten jetzt Klage eingereicht. Statt 12 sind es jetzt sogar 24.

USA: Bundesstaaten wollen auch neue Trump-Zölle stoppen

Eine Gruppe von US-Bundesstaaten hat Klage gegen die neuen Zölle von Präsident Donald Trump eingereicht. Die 24 Staaten werfen Trump vor, nach dem Urteil des Supreme Court zu seinen vorherigen Zöllen erneut seine Kompetenzen zu überschreiten. »Da diese Zölle rechtswidrig sind, sollte dieses Gericht ihre Ungültigkeit erklären«, heißt es in der am Donnerstag beim US-Außenhandelsgericht eingereichten Klageschrift.

Der Supreme Court hatte im Februar in einem spektakulären Urteil die meisten der von Trump verhängten Zölle für ungültig erklärt. Das von Trump bemühte Notstandsgesetz von 1977 ermächtige den Präsidenten nicht zur Verhängung von Zöllen, erklärten die Richter. Der Präsident kritisierte das Urteil scharf und verhängte daraufhin neue Zölle auf Basis eines anderen Gesetzes.

Das Handelsgesetz, auf das er sich beruft, erlaubt vorübergehende Zölle im Fall schwerwiegender Zahlungsbilanzungleichgewichte. Es stammt von 1974, wurde aber nie angewandt.

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Die 24 Bundesstaaten kritisieren nun, dass die im Gesetz genannten Voraussetzungen für die Zölle nicht gegeben sind. Sie verweisen außerdem darauf, dass die auf Basis des Gesetzes verhängten Zölle nicht unterschiedlich auf verschiedene Länder angewendet werden dürfen. Viele Waren aus einigen Ländern Nord- und Zentralamerikas seien jedoch ausgenommen, erklärte die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James.

»Wieder einmal ignoriert Präsident Trump das Gesetz und die Verfassung, um Steuern für Verbraucher und kleine Unternehmen effektiv zu erhöhen«, ergänzte James. Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta sagte, sein Bundesstaat werde entschieden gegen »die illegale Einführung von Zöllen« vorgehen. Die Kalifornier »haben bereits mit steigenden Kosten zu kämpfen«.

mik/AFP