SpOn 30.12.2025
20:15 Uhr

USA: Bombenzyklon und arktische Kälte legen Teile des Landes lahm


Ein Wintersturm hat in weiten Teilen der nördlichen USA für Chaos gesorgt. 120.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Meteorologen warnten vor lebensgefährlicher Kälte.

USA: Bombenzyklon und arktische Kälte legen Teile des Landes lahm

Ein massiver Wintersturm hat große Teile der nördlichen USA lahmgelegt. Starker Wind, heftiger Schneefall, Eisregen und extreme Kälte führten zu gefährlichen Straßenverhältnissen, Stromausfällen und massiven Beeinträchtigungen im öffentlichen Leben. Der Sturm folgte unmittelbar auf einen Bombenzyklon, ein meteorologisches Phänomen, bei dem der Luftdruck innerhalb kurzer Zeit stark fällt und dadurch orkanartige Winde sowie intensive Schnee- und Kältewellen entstehen.

Schneepflüge räumen das Vorfeld auf dem LaGuardia Airport in New York.

Schneepflüge räumen das Vorfeld auf dem LaGuardia Airport in New York.

Foto: Zhang Fengguo / XinHua / dpa

Laut Beobachtungsdiensten waren zeitweise mehr als 120.000 Haushalte ohne Strom, besonders betroffen war der Bundesstaat Michigan. Umgestürzte Bäume und beschädigte Stromleitungen behinderten die Reparaturen, die Energieversorger warnten vor weiteren Ausfällen. US-Medien berichteten teils von bis zu 60 Zentimetern Neuschnee. Auf den Großen Seen, einem Binnenseensystem an der Grenze zu Kanada, türmten sich durch Orkanböen Wellen von bis zu sechs Metern.

Eine Person auf den Straßen Detroits nach dem Wintersturm

Eine Person auf den Straßen Detroits nach dem Wintersturm

Foto: Ryan Sun / AP

Behörden registrierten in mehreren Bundesstaaten zahlreiche Verkehrsunfälle, mindestens einer davon mit tödlichem Ausgang. Der Flugverkehr war ebenfalls beeinträchtigt: Tausende Flüge fielen aus oder verspäteten sich. In einigen Regionen sanken die gefühlten Temperaturen auf unter minus 30 Grad Celsius. Meteorologen warnten vor lebensgefährlicher Kälte.

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Im Nordosten, darunter im Bundesstaat New York, rechnen die Behörden weiter mit extremen Wetterbedingungen und raten von nicht zwingend notwendigen Reisen ab. Der Bundesstaat hatte wegen des schweren Wintereinbruchs bereits den Notstand ausgerufen. Dort fiel so viel Schnee wie seit vier Jahren nicht mehr.

luc/dpa