Erst wurde das Touristenvisum teurer, jetzt der Eintritt in Nationalparks: Die USA bitten Touristen künftig deutlich stärker zur Kasse. Wer die berühmten Nationalparks besuchen möchte, muss ab Januar bis zu dreimal so viel zahlen wie bisher. Das kündigte das US-Innenministerium am Dienstag in Washington an.
Der Jahrespass für alle Nationalparks soll ab dem Jahreswechsel für Reisende aus dem Ausland 250 Dollar (knapp 217 Euro) kosten. Bisher lag der Preis bei 80 Dollar. Der Jahrespass deckt in der Regel den Eintritt für bis zu vier Personen ab.
100 Dollar Aufschlag für ausländische Reisende
Wer keinen Jahrespass braucht, sondern lediglich einen der elf beliebtesten Nationalparks besuchen will, darunter Yellowstone, Yosemite oder Joshua Tree, muss ebenfalls deutlich tiefer in die Tasche greifen. Zusätzlich zur normalen Eintrittsgebühr von etwa 15 oder 20 Dollar soll für ausländische Touristen ein Aufschlag von 100 Dollar pro Person fällig werden.
Zion Nationalpark: Einer der beliebtesten in den USA
Foto: Tom Till/ APDamit werde sichergestellt, dass US-Steuerzahler »den größten Nutzen« von den Parks hätten, betonte das Innenministeriums. Präsident Donald Trump hatte bereits Anfang Juli ein Dekret unterzeichnet, um die Eintrittspreise für Ausländer erhöhen zu können. Trump sagte, sein Schlagwort »Amerika zuerst« (»America First«) gelte damit auch für die Nationalparks.
Um Kosten zu sparen, hatte die Trump-Regierung im Februar fast tausend Park-Mitarbeiter gefeuert. Mit den höheren Eintrittspreisen für ausländische Touristen soll die Infrastruktur finanziert werden. Im vergangenen Jahr zählten die 63 US-Nationalparks eine Rekordzahl von insgesamt fast 332 Millionen Besuchern.
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Erst im September hatten die USA außerdem die Gebühren für das elektronische Einreisesystem ESTA erhöht. Statt der bisherigen 21 Dollar (17 Euro) werden seitdem 40 Dollar (34 Euro) fällig. Alle Touristen müssen bei der Einreise eine gültige ESTA-Registrierung vorweisen, auch Kinder. Eine Vergünstigung für Minderjährige gibt es nicht.

