Der Schauspieler James Ransone ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge tot. Der aus der Dramaserie »The Wire« bekannte US-Amerikaner sei im Alter von 46 Jahren gestorben, berichten unter anderem »TMZ.com« und »USA Today«. Demnach starb er am vergangenen Freitag.
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2002 war Ransone der Durchbruch als Schauspieler mit einer Rolle in Larry Clarks Erotikdrama »Ken Park« gelungen. Schon im darauffolgenden Jahr spielte er die Rolle, die seine Karriere prägen sollte: Er verkörperte den impulsiven Hafenarbeiter und Gangster Chester »Ziggy« Sobotka in der zweiten Staffel von »The Wire«. Später arbeitete er mit einigen der bekanntesten Regisseure des amerikanischen Kinos: von John Waters (»A Dirty Shame«) über Spike Lee (»Inside Man«) bis hin zu Sean Baker (»Starlet«). Besonders oft war er in Horrorfilmen zu sehen.
Über Jahre Probleme mit Alkohol und Drogen
Fans und Schauspielkollegen drückten Ransone in den sozialen Medien ihre Bewunderung aus. François Arnaud, ein prominenter Darsteller der Serie »Heated Rivalry«, meldete sich zu Wort. RIP James Ransone«, schrieb Arnaud auf Instagram. »Ein einzigartiger Schauspieler, der mich immer wieder beeindruckt und inspiriert hat.«
2021 machte Ransone öffentlich, dass er als Kind von einem Lehrer sexuell missbraucht worden sei. Das Nachrichtenportal »Page Six« berichtet , dass Ransone im Jahr 2020 den von ihm beschriebenen Missbrauch gemeldet habe, die Behörden jedoch keine strafrechtlichen Schritte einleiten wollten. Der Missbrauch war Ransone zufolge ein Faktor in der Alkohol- und Heroinabhängigkeit, mit der er später zu kämpfen hatte. Eigenen Angaben zufolge überwand er seine Sucht im Alter von 27 Jahren. Ransone hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder.
