SpOn 10.09.2026
07:39 Uhr

US Open: Alexander Zverev stürmt ins Halbfinale – und kritisiert die frühe Uhrzeit für das nächste Match


Im Viertelfinale der US Open hat Alexander Zverev Gegner Botic van de Zandschulp keine Chance gelassen. Trotzdem war er danach irritiert. Es geht um die Uhrzeit seines Halbfinals.

US Open: Alexander Zverev stürmt ins Halbfinale – und kritisiert die frühe Uhrzeit für das nächste Match

Alexander Zverev ist bei den US Open locker ins Halbfinale eingezogen. Der Hamburger bezwang den niederländischen Außenseiter Botic van de Zandschulp 6:2, 7:5, 6:1. Damit braucht er nur noch zwei Siege für seinen ersten Triumph in New York.

»Ich bin froh, im Halbfinale zu sein, aber natürlich will ich noch weiterkommen«, sagte Zverev. Gegen den Tennis-Weltranglisten-70. geriet er nur im zweiten Durchgang unter Druck: Er wehrte einen Satzball ab und setzte sich durch, ohne zu glänzen. Für den French-Open-Sieger war es der 23. Sieg dieser Saison bei einem Grand-Slam-Turnier – damit überholte er den bisherigen deutschen Rekord von Boris Becker (22).

Der Gegner schwärmt von Zverevs Form

Zverev brauchte nur 2:17 Stunden für den dritten ungefährdeten Drei-Satz-Erfolg nacheinander. Die Nummer eins der Setzliste steht zum dritten Mal nach 2020 und 2021 im Halbfinale der US Open. Auch in das Duell mit dem nächsten Gegner, Karen Chatschanow, am Freitag (Ortszeit) geht er als großer Favorit. Auf dem Weg zum Olympiagold 2021 in Tokio hatte Zverev den Russen im Finale geschlagen.

Der 29-jährige Deutsche darf auf die Krönung eines herausragenden Jahres hoffen: Zum ersten Mal in seiner Karriere hat er in allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens das Halbfinale erreicht. »Er ist da, wo er ist, weil er es verdient hat«, sagte sein nächster Gegner Chatschanow. »Dieses Jahr hat er sich noch einmal gesteigert. Er hat seinen ersten Grand Slam gewonnen und stand auch im Finale von Wimbledon. Er ist wirklich in Topform.«

»Das spielt mir mit Sicherheit nicht in die Karten«

Im Anschluss an seinen Erfolg über van de Zandschulp übte Zverev auch Kritik. Es ging um die mögliche Ansetzung seines Halbfinals am Freitagnachmittag (Ortszeit). »Ich glaube, ich spiele um 15 Uhr«, sagte er. »Das spielt mir mit Sicherheit nicht in die Karten.« Das zweite Halbfinale bestreiten die Amerikaner Frances Tiafoe und Ben Shelton, die bereits am Dienstag weitergekommen waren. Die Duelle um den Einzug ins Endspiel finden am Freitag um 15 Uhr und 19 Uhr statt.

Zverev geht davon aus, dass das Aufeinandertreffen der US-Stars am späteren Termin in der Nightsession angesetzt wird. »Ich finde es etwas komisch, dass Leute, die zwei Tage freihaben, jetzt nach uns spielen«, sagte er. »Das habe ich in meinen zwölf Jahren auf Tour noch nie erlebt. Es ist, wie es ist. Es sind zwei Amerikaner im Halbfinale, ich kann verstehen, dass sie abends spielen wollen.« Die Organisatoren erklärten auf Anfrage, dass der offizielle Spielplan für Freitag noch nicht veröffentlicht sei.

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Zverev hatte seine bisherigen fünf Spiele beim Grand-Slam-Turnier in New York jeweils unter Flutlicht im Arthur Ashe Stadium absolviert. Deshalb würde er für das Halbfinale gerne in seinem gewohnten Rhythmus bleiben. Das mögliche Finale würde er allerdings auch am Sonntag um 14 (Ortszeit) bestreiten müssen.

Dass die beiden Halbfinalisten, die einen Tag später ihre Viertelfinals gespielt hatten, nicht automatisch den späteren Termin bekommen, ist bei den US Open nicht ungewöhnlich. So durften die US-Stars Taylor Fritz und Tiafoe 2024 abends ran, obwohl sie nach ihren Viertelfinals einen Tag mehr Pause hatten als Jannik Sinner (Italien) und Jack Draper (Großbritannien). Das Finale gewann Sinner damals trotzdem.

mon/dpa