Seit Wochen entwischt ein aus Venezuela stammender Öltanker der US-Armee. Eine Blockade soll das Schiff durchdrungen haben, indem es Namen und Beflaggung änderte. Die ursprüngliche »Bella 1« ist mittlerweile unter dem Geleit eines russischen U-Boots als »Marinera« im Nordatlantik unterwegs.
Nun bahnt sich vor der Küste Großbritanniens ein Showdown an.
Auf X veröffentlichte Videos von der Crew der »Marinera« zeigen, wie sich ein US-Kriegsschiff dem Tanker nähert. Ein zweites Video und Fotos zeigen einen Helikopter, der unter stürmischem Wind versucht, an Deck des Öltankers zu landen. Die Bilder wurden vom russischen Fernsehen veröffentlicht. US-Medien berichten unter Berufung auf Insider beim US-Militär, die Küstenwache und das US-Militär arbeiten gegenwärtig an einer Beschlagnahmung des Öltankers.
Russia-flagged MARINERA crude oil tanker being shadowed by a U.S. Coast Guard vessel somewhere in the northern part of the Atlantic Ocean.
— Status-6 (War & Military News) (@Archer83Able) January 6, 2026
The video was taken by one of the MARINERA crewmembers.
The ship was initially headed for Venezuela before turning around to avoid seizure… pic.twitter.com/jv5jI5y8ND
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BREAKING: Russian state media reports attempts are being made to board the tanker “Marinera” (formerly Bella 1) right now. pic.twitter.com/Fv3LS0XeDm
— Faytuks Network (@FaytuksNetwork) January 7, 2026
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Das Schiff soll derzeit keine Ladung haben. In der Vergangenheit transportierte es venezolanisches Rohöl. Vor drei Wochen war es laut »Vessel Finder« noch in der Karibik vor der Küste Venezuelas verortet, zuletzt am Dienstag bereits zwischen Schottland und Island.
Diplomatische Spannungen
US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Monat eine »Blockade« sanktionierter Öltanker angeordnet, die Venezuela anlaufen und verlassen. Die US-Regierung behauptet, Venezuela würde mit den Schiffen Drogen schmuggeln, die venezolanische Regierung bezeichnete die Blockade als »Diebstahl«.
Ein Entern des Tankers könnte größere diplomatische Spannungen nach sich ziehen. Russlands Außenministerium erklärte bereits am Morgen, es beobachte die Situation um den Tanker »mit Sorge«. Das Schiff fahre in internationalen Gewässern im Nordatlantik und segele unter russischer Flagge. Es halte sich an alle Regeln. »Für uns ist unklar, warum ein russisches Schiff erhöhte und in jedem Fall unverhältnismäßige Aufmerksamkeit des US-Militärs und der Nato erhält«, heißt es aus Moskau.
