SpOn 04.03.2026
02:29 Uhr

US-Handelsminister Howard Lutnick will Aussage zu Epstein machen


Howard Lutnick möchte sich laut einem Medienbericht freiwillig einer Befragung durch US-Parlamentarier stellen. Es geht um frühere Kontakte des Handelsministers zum Sexualstraftäter Epstein. Die beiden waren einst Nachbarn in New York.

US-Handelsminister Howard Lutnick will Aussage zu Epstein machen

Hillary und Bill Clinton haben in der Causa Epstein bereits vor Abgeordneten ausgesagt. Nun folgt US-Handelsminister Howard Lutnick. Er wolle sich freiwillig zu seinen früheren Kontakten mit dem gestorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein befragen lassen, berichtet das US-Portal »Axios».

Lutnick soll demnach einer Anhörung hinter verschlossenen Türen vor einem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses zugesagt haben. Der Ausschuss ist Teil einer politischen Aufarbeitung des Missbrauchsnetzwerks des 2019 in Haft gestorbenen Finanziers.

»Ich habe nichts falsch gemacht und möchte die Dinge richtigstellen«, zitierte »Axios» den Minister. Der Vorsitzende des Ausschusses, der Republikaner James Comer, erklärte, Lutnick habe sich proaktiv bereit erklärt, freiwillig auszusagen. Ein Transkript des Gesprächs solle nach juristischer Prüfung veröffentlicht werden.

Welche Beziehung hatte Lutnick zu Epstein?

Lutnick war in zuletzt veröffentlichten Akten des US-Justizministeriums im Zusammenhang mit Epstein erwähnt worden. Eine Nennung an sich heißt per se aber zunächst nichts. Dennoch hatten insbesondere Demokraten im Kongress zuletzt Aufklärung über Art und Umfang der Kontakte Lutnicks zu Epstein und sogar einen Rücktritt gefordert.

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Vor wenigen Tagen waren Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau, die frühere Außenministerin Hillary Clinton, befragt worden. Demokraten hatten James Comer daraufhin vorgeworfen, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben. Es solle doch eher »jemand befragt werden, der tatsächlich mit Jeffrey Epstein verkehrt hat«, hieß es.

Mehr Hintergründe zur Befragung von Hillary Clinton: »Ich weiß nicht, wie oft ich sagen musste: Ich habe Epstein nicht gekannt« 

Lutnick hatte bereits im Februar vor einem Senatsausschuss erklärt, er habe »keine Beziehung« zu Epstein und nur wenig mit ihm zu tun gehabt. Der Minister war früher in New York Epsteins Nachbar. Vergangenes Jahr hatte er in einem Podcast über Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser »widerlichen Person« nie wieder in einem Raum sein zu wollen. Zugleich geht aus veröffentlichten Dokumenten hervor, dass es auch Jahre danach noch Treffen gab, unter anderem einen Familienbesuch auf Epsteins Privatinsel im Jahr 2012. Straftaten habe er nie beobachtet, erklärte Lutnick.

hda/dpa