SpOn 26.05.2026
23:09 Uhr

US-Einwanderungsbehörde dementiert Misshandlungsvorwürfe


Nach tagelangen Protesten vor einer ICE-Einrichtung in New Jersey hat sich die US-Einwanderungsbehörde gegen die Vorwürfe der Demonstranten gewehrt. Die sprechen von menschenunwürdigen Bedingungen.

US-Einwanderungsbehörde dementiert Misshandlungsvorwürfe

Seit Tagen protestieren Dutzende Menschen vor einem ICE-Zentrum im US-Bundesstaat New Jersey. Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde hat sich nun gegen Vorwürfe von menschenunwürdigen Bedingungen dort verteidigt.

Alle in dem Zentrum festgehaltenen Menschen bekämen regelmäßige Mahlzeiten sowie Zugang zu Wasser, Kleidung, Bettwäsche, Duschen und Hygieneartikeln, teilte die Behörde über die Onlineplattform X mit. Zudem könnten sie mit ihren Familien und Anwälten kommunizieren.

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Die »Aliens«, wie die Behörde Einwanderer nennt, hätten außerdem Zugang zu Ärzten. »Für viele illegale Aliens ist das die beste Gesundheitsversorgung, die sie in ihrem ganzen Leben bekommen haben«, heißt es dort.

Das »Time Magazine« hatte nur wenige Stunden vor der Erklärung berichtet, dass rund 300 Menschen im Zentrum in den Hungerstreik getreten  seien. ICE dementierte dies. Die Aussagen lassen sich nicht unabhängig bestätigen.

In dem Zentrum in der Stadt Newark nahe der Millionenmetropole New York werden bis zu 1000 Menschen festgehalten. Die Demonstranten werfen ICE unter anderem vor, dass die dort festgehaltenen Menschen nicht ausreichend Nahrung und Zugang zu medizinischer Versorgung bekämen. Bei Zusammenstößen benutzten die Einsatzkräfte nach Angaben der Demonstranten auch Pfefferspray und Schlagstöcke.

Foto: Ryan Murphy / REUTERS

Andy Kim, US-Senator für den Bundesstaat New Jersey, hat die Einrichtung am Samstag besucht und auf der Plattform X seine Eindrücke geschildert.  Ihm zufolge werde dort unter anderem einer Schwangeren gynäkologische Betreuung verweigert, eine andere Frau habe eine Fehlgeburt erlitten und keinerlei Unterstützung erhalten.

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ICE-Beamte waren in den vergangenen Monaten wegen tödlicher Schüsse auf zwei US-Amerikaner und dem rigorosen Vorgehen gegen Einwanderer in die Kritik geraten. Vor allem in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota war die Situation eskaliert.

jah/dpa