Wegen steigender Zahlen von Maserninfektionen in ländlichen Gebieten des US-Bundesstaats New York und benachbarten Bundesstaaten hat Gouverneurin Kathy Hochul den Notstand ausgerufen. Dies ermögliche dem Bundesstaat, schneller auf den Ausbruch zu reagieren und gestatte medizinischem Fachpersonal, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um mehr Einwohner New Yorks bei Bedarf impfen und testen zu lassen, hieß es in einer Mitteilung .
Unter anderem kann mit dieser Exekutivorder der Kreis derjenigen ausgeweitet werden, die eine Impfung verabreichen dürfen, etwa auf Rettungskräfte und Apotheker. »Niemand sollte durch eine durch Impfung vermeidbare Krankheit schwer erkranken oder sterben«, sagte Hochul demnach. »Deshalb habe ich Maßnahmen ergriffen, um die Zahl der medizinischen Fachkräfte zu erhöhen, die Impfungen und Tests durchführen können.«
Zwischen Jahresbeginn und dem dritten Oktober wurden der Mitteilung zufolge insgesamt 108 Masernfälle im Bundesstaat New York verzeichnet – sieben davon in der Millionenstadt New York City und 101 im übrigen Gebiet. Zugleich steigen überall in den Vereinigten Staaten und auch global die Fallzahlen, wie es weiter heißt.
Bereits im Juli hatte die Zahl der Maserninfektionen in den USA den höchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht. Mehr als 2300 Fälle in 45 Bundesstaaten wurden registriert und damit mehr als im gesamten Jahr 2025, wie aus Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC und der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Das Nachbarland Kanada hatte 2025 seinen Status als »masernfrei« bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach einem Ausbruch verloren.
-
4 Min
-
2 Min
-
2 Min
Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht wegen der steigenden Zahlen der Maserninfektionen schon seit geraumer Zeit in der Kritik. Er hatte immer wieder Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen geäußert.
