Der Tod einer vierköpfigen Familie aus Hamburg im Urlaub in Istanbul ist noch nicht aufgeklärt, eine Chemikalie könnte für den Tod der Familie verantwortlich sein. Nun berichten mehrere türkische Medien, unter anderem »Hürriyet« und »Sözcü« über einen weiteren Todesfall eines Touristen aus Deutschland in Istanbul.
Der Mann sei am 17. November aus Deutschland zu der Messe eines Logistikunternehmens nach Istanbul gereist, heißt es. Am Mittwoch habe er tagsüber in verschiedenen Restaurants im Viertel Fatih gegessen, in der Nacht habe er sich schlecht gefühlt. Medien berichten, er sei mit Atemnot und Schweißausbrüchen in eine Klinik gebracht worden. Dort sei er gestorben.
Leiche in der Gerichtsmedizin
Die Ursache für den Tod des Mannes ist unklar. Seine Leiche sei in die Gerichtsmedizin gebracht worden, um die Todesursache festzustellen, heißt es. Über das Alter und die Herkunft des Mannes war zunächst nichts bekannt.
Den Berichten zufolge befand sich das Hotel des Verstorbenen im Stadtteil Fatih. Dort hatte auch die vierköpfige Familie aus Hamburg gewohnt, bevor sie in ihrem Urlaub in Istanbul ums Leben kam. Noch ist nicht abschließend geklärt, woran die vier Hamburger starben. Das vollständige toxikologische Gutachten der Behörden steht noch aus. Erste Auszüge des Gutachtens des Instituts der Forensischen Medizin in Istanbul liegen dem SPIEGEL vor, demnach könnte die Familie durch eine chemische Substanz vergiftet worden sein, der sie im Hotel ausgesetzt war.
Berichte des türkischen Senders TRT bestätigen dies: Demnach stellt der Bericht fest, dass in dem Hotel, in dem die Familie untergebracht war, eine chemische Vergiftung aufgetreten sein könnte. Nun würden Proben von chemischen Substanzen untersucht, die im Hotel zur Schädlingsbekämpfung verwendet wurden.
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Türkische Medien berichten nun auch über einen weiteren rätselhaften Fall: Zwei Schwestern, die aus den Niederlanden nach Istanbul gekommen waren, kamen ebenfalls aus einem Hotel in Fatih in ein Krankenhaus und klagten über Übelkeit. Die 15 Jahre alte Schwester blieb den Berichten zufolge zunächst in der Klinik. Die 29 Jahre alte Schwester konnte das Krankenhaus nach einer Behandlung verlassen. Die Ursache für die Symptome ist unklar.
