Die türkischen Sicherheitskräfte setzen ihr Vorgehen gegen Mitglieder einer mutmaßlichen islamistischen Terrorzelle fort. In der Nacht zum Montag wurden dabei in der Provinz Yalova südlich von Istanbul sieben Polizisten offenbar bei Kämpfen mit den Islamisten verletzt.
Wie der staatliche Sender TRT Haber berichtet, waren im Dorf Elmalik nahe der Stadt Yalova mehrere Polizeiteams im Einsatz. Die Verdächtigen sollen dabei laut Medienberichten gegen drei Uhr morgens das Feuer eröffnet haben. Die Stadt Yalova liegt am Marmarameer, etwa anderthalb Autostunden südlich von Istanbul.
Am frühen Morgen dauerte der Einsatz offenbar noch an, der Bereich rund um ein Haus, in dem sich bewaffnete IS-Anhänger aufhalten sollen, wurde weiträumig abgesperrt. In dem betreffenden Gebiet stieg eine Rauchwolke auf, auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Gas- und Stromversorgung wurden in dem Einsatzgebiet gekappt.
Laut TRT Haber wurden die verletzten Polizisten in ein nahes Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand ist demnach nicht kritisch.
Das Vorgehen gegen die mutmaßlichen IS-Anhänger steht womöglich im Zusammenhang mit einer groß angelegten Razzia gegen mutmaßliche IS-Anhänger in der Vorwoche. Dabei waren insgesamt 115 Verdächtige festgenommen worden, zudem wurden mehrere Pistolen und Munition beschlagnahmt.
Mutmaßliche Anschlagspläne für Neujahrsfeiern
Die Verdächtigen sollen Anschläge bei Feierlichkeiten zu Weihnachten und Neujahr geplant haben. Ziel der Angriffe sollen dabei laut den Behörden insbesondere Nichtmuslime gewesen sein.
Der »Islamische Staat« hat in den vergangenen Jahren immer wieder tödliche Anschläge in der Türkei verübt. Im Januar 2024 griffen zwei bewaffnete Männer eine katholische Kirche in Istanbul an – ein Mann wurde dabei während der Sonntagsmesse getötet. Bei einer Neujahrsfeier am 1. Januar 2017 töteten Angreifer zudem 39 Menschen in einem Nachtklub in Istanbul.
