SpOn 29.09.2026
11:21 Uhr

Türkei: Deutsche Staatsanwältin klagt im Urlaub über Übelkeit – nun ist sie gestorben


Sibel T. leidet im Türkeiurlaub tagelang unter Übelkeit und Erbrechen. Dann stirbt die deutsche Staatsanwältin plötzlich im Krankenhaus. Die Behörden stufen den Tod als verdächtig ein, die Polizei ermittelt.

Türkei: Deutsche Staatsanwältin klagt im Urlaub über Übelkeit – nun ist sie gestorben

Die türkische Polizei untersucht den Tod einer deutschen Urlauberin. Sibel T. war türkischen Medienberichten zufolge gemeinsam mit ihrem Mann im Urlaub in der Nähe von Istanbul. Dort habe sie vier Tage lang über schwere Übelkeit und Erbrechen geklagt und sei schließlich in ein Krankenhaus gegangen. Noch während sie auf die Behandlung gewartet habe, sei ihr Zustand zunehmend schlechter geworden. T. sei daraufhin auf die Intensivstation verlegt worden. Trotz aller Bemühungen hätten die Ärzte sie jedoch nicht retten können.

Der Fall ereignete sich den Berichten zufolge bereits am 13. September. T. suchte demnach gegen 2.43 Uhr am Morgen das Krankenhaus auf. Kurz darauf, gegen 4.50 Uhr, sei sie tot gewesen. T. habe laut türkischen Medien an chronischem Bluthochdruck gelitten. Eine Todesursache sei bisher jedoch nicht bekannt. Die türkischen Behörden stufen den plötzlichen Tod als verdächtig ein und haben Ermittlungen eingeleitet, wie es in übereinstimmenden Berichten heißt.

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T. ist den türkischen Informationen zufolge aus Hamburg in die Türkei gereist. Die 42-Jährige war demnach als Staatsanwältin tätig. Die Familie soll sie bereits beerdigt haben.

Noch ist die Todesursache ungeklärt. Der Fall erinnert jedoch zunächst an jenen der Familie Böcek.  Die Eltern waren im November 2025 mit ihren kleinen Kindern nach Istanbul gereist. Kurz nach der Ankunft im Hotel bekam die gesamte Familie schwere Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen, bis hin zur Bewusstlosigkeit. Zunächst wurde eine Lebensmittelvergiftung durch Streetfood vermutet. Der Zustand der Betroffenen verschlechterte sich jedoch rapide: Erst starben die beiden Kinder, wenige Tage später auch nacheinander die Eltern.

Später stellte sich heraus, dass die Familie mit Aluminiumphosphid vergiftet wurde. In dem Hotel war zuvor von einer Schädlingsbekämpfungsfirma ein hochgiftiges Pestizid gegen Bettwanzen versprüht worden. Der Fall deckte Mängel bei den staatlichen Kontrollen in der Türkei auf.

Im Juni 2026 verurteilte ein Gericht den Betreiber des Hotels, die Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma und einen Mitarbeiter wegen »bewusster fahrlässiger Tötung« zu langjährigen Haftstrafen.

asc