SpOn 02.12.2025
13:33 Uhr

Türkei: Angriff auf russisches Frachtschiff im Schwarzen Meer gemeldet


Die »Midvolga 2« soll auf dem Weg von Russland nach Georgien unterwegs gewesen sein, als sie angegriffen wurde. Das meldet die Türkei. Das Frachtschiff soll unter russischer Flagge gefahren sein.

Türkei: Angriff auf russisches Frachtschiff im Schwarzen Meer gemeldet

Im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste ist nach Behördenangaben erneut ein Frachtschiff angegriffen worden. Der Frachter »Midvolga 2« habe gemeldet, er sei 80 nautische Meilen vor der türkischen Küste attackiert worden, erklärte die türkische Seefahrtsbehörde im Onlinedienst X. Die Besatzung habe angegeben, sie sei auf dem Weg von Russland nach Georgien gewesen. Der Frachter sei mit Sonnenblumenöl beladen.

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Der Website Vesselfinder zufolge handelt es sich bei der »Midvolga 2« um einen Tanker für den Transport von Chemikalien und Öl. Demnach fährt das Schiff unter russischer Flagge.

Die 13 Besatzungsmitglieder seien wohlauf, erklärten die türkischen Behörden weiter. Die Besatzung habe nicht um Hilfe gebeten. Das Schiff sei auf dem Weg in den türkischen Hafen Sinop.

Der erneute Angriff im Schwarzen Meer folgte auf zwei Attacken gegen Öltanker am Wochenende. Angaben aus ukrainischen Sicherheitskreisen zufolge griff Kyjiw die Schiffe mit Drohnen an. Demnach waren sie Teil der russischen Schattenflotte zur Umgehung der internationalen Sanktionen gegen russische Erdölexporte.

Auf den unter der Flagge Gambias fahrenden Schiffen »Virat« und »Kairos« war am Freitag im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste Feuer ausgebrochen, insgesamt 45 Besatzungsmitglieder wurden nach türkischen Behördenangaben in Sicherheit gebracht. Am Samstag wurde die »Virat« erneut getroffen.

Mehr zum Thema

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte die Angriffe vom Wochenende am Montag scharf kritisiert. Der »Konflikt zwischen Russland und der Ukraine« habe »offensichtlich ein derartiges Ausmaß erreicht, dass er die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer bedroht«, sagte er.

naw/AFP