US-Präsident Donald Trump hat per Dekret Ziele für die US-amerikanische Raumfahrt festgelegt. Bis 2028 sollen unter anderem wieder US-Amerikaner auf dem Mond landen, heißt es in dem Dokument mit dem Titel »Sicherstellen der amerikanischen Überlegenheit im All«. Danach soll dort ein dauerhafter Außenposten eingerichtet werden.
Außerdem will Trump die Verteidigungskapazitäten im All stärken, »die Reise zum Mars vorbereiten« und eine Weltraumsicherheitsstrategie entwickeln. Auch das Raketenabwehrsystem »Golden Dome« soll vorangetrieben werden (lesen Sie hier mehr ). Für die nationale Weltraumpolitik soll sein wissenschaftlicher Chefberater Michael Kratsios zuständig sein.
Bemannter Flug schon 2027?
Große Unterschiede zu den vorherigen Zielen gibt es nicht. Einige stammen noch aus Trumps erster Amtszeit von 2017 bis 2021. So plant die US-Raumfahrtbehörde Nasa schon seit der Präsidentschaft von Barack Obama die Rückkehr von US-Astronauten zum Mond, die einzelnen Schritte mussten aber immer wieder verschoben werden. Derzeit ist die Mission »Artemis 3« für 2027 angesetzt. Die USA waren zuletzt mit ihren Apollo-Missionen zwischen 1969 und 1972 insgesamt sechsmal auf dem Mond.
Zu Beginn seiner jetzigen Amtszeit hatte Trump wiederholt davon gesprochen, bemannte Missionen zum Mars zu schicken – auch, weil Elon Musk mit seinem Unternehmen SpaceX daran gut verdient hätte. Im US-Kongress fokussierten sich die Gesetzgeber zuletzt aber wieder auf den Mond.
Der frisch ernannte Nasa-Chef Jared Isaacman sagte, man wolle sowohl den Mond als auch den Mars anvisieren. Da die USA China übertrumpfen wollten, habe der Mond Vorrang. Die Volksrepublik will bis 2030 eine bemannte Mission dorthin schicken und bis 2035 eine Mondstation aufbauen.
Der Milliardär und Weltraumtourist Isaacman war von Trump als Direktor der Nasa vorgeschlagen worden, am Donnerstag bestätigte der Senat seine Ernennung. Ein Porträt über den neuen Mann an der Spitze der Raumfahrtbehörde lesen Sie hier.

