Mit Explosionen gegen Niedrigwasser?
In Rumänien griff die Marine zu einer ungewöhnlichen Methode, um die niedrigen Wasserstände der Donau zu verbessern.
Durch die Sprengung eines Felsens soll das Wasser besser in einen Kanal fließen, um die Kühlung eines Kraftwerks weiter zu gewährleisten.
Viele Kilometer flussaufwärts in Ungarn hat der Ministerpräsident ein ähnliches Problem, weshalb er die Bevölkerung zum Stromsparen aufrief. Ein Atomkraftwerk, das rund ein Drittel des ungarischen Stroms liefert, stand kurz vor der Abschaltung.
Und durch die Hitze und Trockenheit tauchen unter anderem in Kroatien Dinge auf, die sonst nicht zu sehen sind – zum Glück ohne Explosionen.
Anwohner:
»Der Pegel der Drau war noch nie so niedrig. Man hat diese Schiffswracks noch nie gesehen. Aber ich kann sagen, dass das toll aussieht, wie die Bahamas – Sand, Strand. Also bin ich damit zufrieden.«
Noch ältere Sachen hat die Donau in Bulgarien zum Vorschein gebracht: Einen Unterkiefer, zwei Stoßzähne und die Rippe eines Mammuts.
Und in Deutschland lieferte der Rhein einen Negativrekord: Mit 67 Zentimeter wurde am Samstag der bisher niedrigste Pegel in Köln gemessen – Tendenz sinkend.
Das hat vor allem Auswirkungen auf den Frachtverkehr, denn die Schiffe laden teilweise nur ein Viertel der sonst üblichen Ladung.
Steffen Bilger, Verkehrsminister:
»Die Wasserstraße ist sehr wichtig für den Transport ganz entscheidender Güter. Wir sind es gewohnt, dass es immer mal wieder zu Niedrigwassersituationen kommt. Aber jetzt ist schon ein sehr früher Zeitpunkt für eine solche Problematik, wie wir sie jetzt erleben.«
Der neue Verkehrsminister will mit einer kurzfristigen Fachkonferenz reagieren.
Steffen Bilger, Verkehrsminister:
»Also wir können viel machen, wenn beispielsweise die Fahrerinnen besser ausgebaut werden. Aber wir werden insgesamt in den kommenden Jahren, Jahrzehnten an vielen Stellen herausgefordert sein durch die Klimaveränderung.«
Von Sprengungen ist bisher noch keine Rede.