SpOn 02.02.2026
08:04 Uhr

Trevi-Brunnen in Italien: Rom-Touristen müssen ab sofort Eintritt zahlen


Zwei Euro für das Selfie direkt am Trevi-Brunnen: Romurlauber, die das monumentale Bauwerk aus der Nähe erleben wollen, müssen künftig ein Ticket kaufen. Es ist ein Versuch im Kampf gegen die Überfüllung.

Trevi-Brunnen in Italien: Rom-Touristen müssen ab sofort Eintritt zahlen

In Rom müssen Touristen ab sofort Eintritt für den weltberühmten Trevi-Brunnen bezahlen. Für den Zugang zu dem abgegrenzten Bereich direkt am Wasserbecken der »Fontana di Trevi« werden zwei Euro fällig.

Die italienische Hauptstadt versucht mit dieser Maßnahme, die Besucherströme an einem der wichtigsten Touristenmagneten Roms besser zu kanalisieren und Gedränge zu verhindern.

Das neue Zugangssystem gilt an den meisten Tagen der Woche von 9 bis 22 Uhr. Montags und freitags gilt es von 11.30 bis 22.00 Uhr. Zum Start wird eine Ausnahme gemacht: Der Eintritt beginnt auch an einem Montag bereits um 9 Uhr. Die Piazza vor dem Brunnen bleibt weiterhin für alle frei zugänglich.

Ticket im Voraus erwerbbar

Die Zwei-Euro-Tickets kann man schon im Voraus online erwerben. Eine eigene Website auf Englisch und Italienisch ist dafür bereits seit einigen Tagen online.

Außerdem können die Tickets vor Ort am Eingang zum Brunnen mit Kreditkarte sowie an mehreren touristischen Informationsstellen gekauft werden. Einwohner von Rom müssen nicht zahlen.

Mehr zum Thema

Ausgenommen sind auch Menschen mit Behinderung und deren Begleitpersonen sowie Kinder unter sechs Jahren.

Der Trevi-Brunnen im Herzen Roms gehört zu den Hauptattraktionen der Ewigen Stadt. Weltberühmt ist er etwa durch die Badeszene mit Anita Ekberg im Fellini-Klassiker »La dolce vita«.

Zehntausende Besucher pro Tag

Täglich besuchen Zehntausende den Brunnen für Fotos oder den traditionellen Münzwurf ins Wasser. Oftmals wirkte das Gedränge am überfüllten Wasserbecken wie ein Kampf ums beste Selfie.

Bereits seit etwa einem Jahr ist der Besucherandrang am Trevi-Brunnen begrenzt: Maximal 400 Personen dürfen sich gleichzeitig am Becken aufhalten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als zehn Millionen Besucher gezählt, mit Spitzenwerten von bis zu 70.000 Personen pro Tag. Das Ticket folge nun, um »der Überfüllung entgegenzuwirken, das Besuchererlebnis zu verbessern und eines der beliebtesten Monumente der Stadt zu schützen«, hieß es aus Rom.

bbr/dpa