Der prominente Strafverteidiger Alan Jackson hat sein Mandat im Mordfall um Nick Reiner niedergelegt. »Umstände jenseits unserer Kontrolle – und wichtiger, jenseits von Nicks Kontrolle – haben es unmöglich gemacht, ihn weiter zu vertreten«, sagte Jackson vor dem Gericht in Los Angeles.
Nick Reiner, Sohn des Regisseurs Rob Reiner (»Harry und Sally«, »Misery«, »Eine Frage der Ehre«) und der Fotografin Michele Singer Reiner, sollte bei der Verhandlung seine Anklage wegen zweifachen Mordes verlesen bekommen. Die Richterin verschob dies auf den 23. Februar und wies dem 32-jährigen Reiner, der in einem braunen Overall erschien, eine Pflichtverteidigerin zu.
Vertrat schon Kevin Spacey und Harvey Weinstein: Anwalt Alan Jackson
Foto: Frederic J. Brown / AFPJackson sagte, nach »wochenlanger Untersuchung« sei klar geworden, dass Reiner nach kalifornischem Recht »nicht des Mordes schuldig« sei. Worin der Grund für seinen Rückzug besteht, wollte der Anwalt »aus rechtlichen und ethischen Gründen« nicht erklären. Der Anwalt hatte zuvor schon für den früheren Hollywood-Mogul Harvey Weinstein und Schauspieler Kevin Spacey gearbeitet.
Rob Reiner – Leben und Werk
Reiner wird beschuldigt, seine Eltern Mitte Dezember in deren Haus im Stadtteil Brentwood getötet zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haft, möglicherweise sogar die Todesstrafe. Bei einem ersten Gerichtstermin im Dezember hatte sich Nick Reiner nicht zu Schuld oder Unschuld geäußert. Der 32-Jährige war Mitte Dezember festgenommen worden, rund sechs Stunden nachdem die Polizei seine getöteten Eltern entdeckt hatte.
Der Filmemacher Rob Reiner war 78 Jahre alt, seine Ehefrau Michele Singer Reiner 70. Das Paar war seit 1989 verheiratet und hatte drei gemeinsame Kinder. Zudem adoptierte der Regisseur die Tochter seiner ersten Ehefrau Penny Marshall.
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