SpOn 01.12.2025
15:50 Uhr

Thomas Gottschalk: Karl-Theodor zu Guttenberg kritisiert Umgang mit krebskrankem Moderator


»Thomas, ich denke an dich!«: Uschi Glas wünscht dem Entertainer alles Gute, der ehemalige Verteidigungsminister setzt zur Gesellschaftskritik an: Häme über den misslungenen Bambi-Auftritt sei fehl am Platz.

Thomas Gottschalk: Karl-Theodor zu Guttenberg kritisiert Umgang mit krebskrankem Moderator

Thomas Gottschalk hat seine Krebserkrankung öffentlich gemacht – seine Wegbegleiter geben ihm nun Genesungswünsche mit auf den Weg.

Schauspielerin Uschi Glas etwa, die Gottschalk seit vielen Jahren kennt, sagte der Nachrichtenagentur dpa: »Thomas, ich denke an dich!« Eine Eigenschaft des 75-Jährigen habe Glas in den vielen Jahren ihrer Bekanntschaft stets beeindruckt: »Ich habe ihn immer als einen grundoptimistischen Menschen erlebt, der das Glas immer halb voll und nie halb leer sieht.« Und er habe die Gabe, anderen Menschen Mut zu machen. »Diese Kraft wünsche ich ihm von Herzen jetzt, da er seinen Optimismus und seine Zuversicht für die eigene Genesung braucht«, sagte Glas.

Gottschalk machte am Sonntag in einem Interview mit der »Bild«-Zeitung seine Krebserkrankung öffentlich, nachdem er zuletzt bei der Bambi-Verleihung und auch bei der Verleihung des österreichischen Medienpreises Romy angeschlagen gewirkt hatte. Wie Gottschalk der »Bild« sagte, musste er wegen eines seltenen, bösartigen Tumors bereits zweimal operiert werden und nimmt seitdem starke Schmerzmittel.

Zu Guttenberg fordert Maß und Milde

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat angesichts des Spotts über die jüngsten Auftritte Gottschalks Gesellschaftskritik geäußert. Gottschalks Causa lege offen, wie sehr die Tugenden Maß und Milde unter Druck geraten seien, schrieb Guttenberg am Montag im Onlineportal LinkedIn . Zuerst habe es Häme über die Auftritte des Entertainers gegeben, jetzt gebe es eine »Hashtag-Reue« nach der Krebsdiagnose.

Uschi Glas und Thomas Gottschalk (2011)

Uschi Glas und Thomas Gottschalk (2011)

Foto: Britta Pedersen / dpa

Der wie Gottschalk aus Franken stammende Guttenberg schrieb in dem Beitrag, Gottschalk sei sein Freund. Gottschalks jüngste Geschichte mit dem viel diskutierten Auftritt bei der Bambi-Verleihung verrate viel über eine Republik, die vergessen habe, etwas auszuhalten, ohne sofort zu richten.

»Maß bedeutet, einen misslungenen Auftritt einzuordnen – als Patzer, nicht als Untergang«, schrieb Guttenberg. »Milde bedeutet, die Möglichkeit mitzudenken, dass man nicht alle Umstände kennt: Krankheit und biografische Brüche, die gerade nicht ins Rampenlicht gehören.«

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Auch bei seinem früheren Haussender ZDF sorgt man sich offenbar um Gottschalk. »Die Nachricht hat uns sehr betroffen gemacht. Wir wünschen Thomas von Herzen, dass seine Lebensfreude und sein Optimismus ihm dabei helfen, die Krankheit zu besiegen«, sagte ZDF-Intendant Norbert Himmler auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Für das Zweite moderierte Gottschalk mehr als 150 Mal die Samstagabendshow »Wetten, dass..?«.

esk/AFP/dpa