Vor wenigen Tagen machte Moderator Thomas Gottschalk, 75, seine Krebserkrankung öffentlich. Nun hat seine Frau Karina Gottschalk, 63, der »Bild« -Zeitung erzählt, dass sie ihren Mann, als er im Sommer Symptome zeigte, zum Arztbesuch drängen musste. Er sei »zusehends stiller und blasser« geworden, habe öfter zur Toilette gemusst und sich nicht mehr so viel bewegen wollen. »Er war anders als sonst.«
Thomas Gottschalk spielte das aber offenbar zunächst runter: »Typisch Mann, er wollte natürlich nicht zum Arzt gehen.« Sie sei es gewesen, die ihm einen Termin in der Klinik machte, und habe ihn dann auch direkt »in die Praxis geschoben. Und er ist auch brav mitgegangen.« Nach verschiedenen Untersuchungen habe der Entertainer dann sehr schnell operiert werden müssen.
Auftritte unter Schmerzmitteln
Gottschalk hatte am Sonntag ebenfalls in der »Bild« berichtet, dass er an einem epitheloiden Angiosarkom leidet. Zuvor hatte er bei der Bambi-Verleihung und auch bei der Verleihung des österreichischen Medienpreises Romy angeschlagen gewirkt. Für seine teils verwirrt und fahrig wirkenden Auftritte bekam Gottschalk Kritik und Häme. Wegen des seltenen, bösartigen Tumors wurde ihm dem Bericht zufolge unter anderem ein Teil des Harnleiters und der Blase entfernt. Danach folgte eine wochenlange Bestrahlung, er nimmt seitdem starke Schmerzmittel.
Thomas Gottschalk selbst bezeichnete es im Gespräch mit der »Bild« als Fehler, zugesagte Engagements und Verträge zu erfüllen, statt sich eine Pause zu gönnen. Allerdings will er am Samstag dennoch wie geplant in der Show »Denn sie wissen nicht, was passiert« mit Günther Jauch und Barbara Schöneberger auftreten.
»Er ist halt ein altes Zirkuspferd«
Schauspieler Christoph Maria Herbst ist von dieser Arbeitsmoral offenbar beeindruckt: »Er ist halt ein altes Zirkuspferd«, sagte der Schauspieler der Nachrichtenagentur dpa bei der Premiere des neuen »Stromberg«-Kinofilms in Berlin.
Gottschalk sei jemand, der »seine Verträge erfüllen wollte, der für sein Publikum da sein wollte«. Daher habe der Moderator wohl auch seine Krebserkrankung zunächst nicht öffentlich gemacht. »Damit sich eben keiner Sorgen macht und keiner glaubt, er wäre nicht mehr der große Unterhalter oder würde nicht mehr zur Verfügung stehen. Das ist ganz alte Schule, und davor kann ich erst mal nur den Hut ziehen«, sagte Herbst. »Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute und hoffe, dass er diese schwere Zeit zusammen mit seiner Familie übersteht und möglichst bald gesundet.«
