SpOn 25.11.2025
20:08 Uhr

Thanksgiving-Tradition: Donald Trump begnadigt »Waddle« und »Gobble« und teilt gegen Demokraten aus


Der US-Präsident zeigt vor Thanksgiving ein Herz für Truthähne. Den demokratischen Gouverneur von Illinois bezeichnet er hingegen als Fettwanst und ätzt gegen Chuck Schumer und Nancy Pelosi.

Thanksgiving-Tradition: Donald Trump begnadigt »Waddle« und »Gobble« und teilt gegen Demokraten aus

Welchem Schicksal sie entkommen sind, ahnen Waddle und Gobble wohl nicht. Kurz vor Thanksgiving hat US-Präsident Donald Trump die zwei Truthähne in einer traditionellen Zeremonie begnadigt. Sie dürfen auf einer Farm im Bundesstaat North Carolina in Würde weiterleben, statt wie viele ihrer Artgenossen als Festmahl zu enden.

Vom Ende als Festmahl verschont: Truthähne Waddle und Gobble

Vom Ende als Festmahl verschont: Truthähne Waddle und Gobble

Foto: Jacquelyn Martin / AP / dpa

Doch Trump wäre nicht Trump, wenn er den Anlass nicht für einen Schlag gegen politische Gegner genutzt hätte. Und so teilte er bei seiner Rede zum großen amerikanischen Familienfest aus. Er erklärte, er habe die Truthähne zunächst Chuck und Nancy nennen wollen, in Anspielung an die Demokraten Chuck Schumer und Nancy Pelosi. »Aber dann wurde mir klar, dass ich sie nie begnadigen würde.«

Trump teilt mit Truthahnfoto gegen Journalisten aus

Den Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, nannte Trump einen Fettwanst. Der demokratische Gouverneur und die Stadt Chicago hatten gegen den Plan der US-Regierung geklagt, Nationalgardisten in der Millionenstadt einzusetzen. Schon zuvor hatte das Weiße Haus gegen Journalisten und Journalistinnen ausgeteilt.

JB Pritzker

JB Pritzker

Foto: Carlos Barria / REUTERS

Auf der Plattform X postete das Weiße Haus ein Foto des Truthahns Waddle im Presseraum und schrieb dazu: »Der Truthahn interessiert sich nicht für Fake News.«

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Ihre Nacht vor der großen Zeremonie im Weißen Haus hatten Gobble und Waddle im Luxus verbracht. Sie wohnten im Willard InterContinental Hotel direkt neben dem Weißen Haus. Auf Fotos und Videos sind sie etwa zu sehen, wie sie auf einem riesigen Bett umher watscheln. Nach der Zeremonie kehren beide Truthähne nach North Carolina zurück, wo sie den Rest ihres Lebens in Sicherheit auf einer Farm verbringen dürfen.

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An Thanksgiving wird in amerikanischen Familien traditionell Truthahn serviert. Die Begnadigung von Truthähnen durch den Präsidenten hat eine lange Tradition. Seit dem 19. Jahrhundert erhält die Präsidentenfamilie vor dem Feiertag einen besonders prächtigen Truthahn. Präsident Abraham Lincoln (1861 bis 1865) soll nach Angaben des Weißen Hauses auf Bitten seines Sohnes das erste Mal eines der Tiere begnadigt haben.

lrm/dpa