SpOn 28.01.2026
13:46 Uhr

Thailand setzt bei wilden Elefanten erstmals Verhütungsspritze ein


Die Zahl der wilden Elefanten in Thailand steigt, ihr Lebensraum dagegen schrumpft. Die Regierung möchte gegensteuern. Auch weil es zu immer mehr Todesfällen bei Menschen kam, die von den Tieren angegriffen wurden.

Thailand setzt bei wilden Elefanten erstmals Verhütungsspritze ein

Angesichts der wachsenden Zahl wilder Elefanten hat Thailand erstmals eine Verhütungsimpfung eingesetzt. Veterinäre verabreichten das Mittel bei drei Elefantenkühen in der Provinz Trat im Südosten des Landes, wie die Wildschutzbehörde am Mittwoch mitteilte. Die Verhütung sei mithilfe von Dart-Geschossen am Montag gesetzt worden, sagte der Behördenvertreter Sukhee Boonsang.

Die Zahl der wilden Elefanten in Thailand ist in den vergangenen zehn Jahren von gut 300 auf fast 800 gestiegen, hinzu kommen Tausende Tiere in Gefangenschaft. Zugleich schrumpft der Lebensraum für die wilden Elefanten, es kommt immer häufiger zu Zusammenstößen mit Menschen, die auch tödlich enden. Seit 2012 wurden nach Behördenangaben fast 200 Menschen und mehr als 100 Elefanten getötet.

Mehr zum Thema

»Wenn wir nichts unternehmen, wird es immer mehr Konflikte geben«, begründete Behördenvertreter Sukhee die Verhütungsmaßnahme. Der eingesetzte Impfstoff sei vor zwei Jahren an sieben Elefanten in Gefangenschaft im Norden von Chiang Mai getestet worden. Weitere 15 Dosen sollen vor Beginn der Regenzeit im Mai an weibliche Tiere in anderen Herden in Thailand verabreicht werden.

mha/AFP