SpOn 07.10.2026
19:25 Uhr

Texas: Mann soll mit Giftspritze exekutiert werden


In Tennessee ist die Empörung nach einer missglückten Hinrichtung groß. Im US-Bundesstaat Texas soll nun ein Mann durch dasselbe Medikament sterben. Seine Anwälte verlangen einen Aufschub und eine Prüfung der Giftvorräte.

Texas: Mann soll mit Giftspritze exekutiert werden

Rund eine Woche nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung der US-Todeskandidatin Christa Pike soll im Bundesstaat Texas ein Mann mit demselben Gift exekutiert werden. Dem verurteilten Raubmörder Jamaal Howard sollte am Mittwoch (Ortszeit) im Staatsgefängnis von Huntsville das Mittel Pentobarbital verabreicht werden, das die Atmung lähmt. Howards Anwälte verlangten unter Verweis auf den Fall Pike einen Aufschub in letzter Minute.

Die Anwälte baten den texanischen Gouverneur Greg Abbott um einen einmonatigen Aufschub von Howards Hinrichtung. Ihr Mandant dürfe nicht mit einem Medikament hingerichtet werden, das wenige Tage zuvor in einem anderen Bundesstaat versagt habe, schrieben die Verteidiger. Erst müsse festgestellt werden, ob die Giftvorräte sicher seien.

Zwei Giftspritzen überlebt

Der Fall Christa Pike hat in den USA die Diskussion über die Todesstrafe wieder entfacht. Die verurteilte Mörderin sollte Ende September im Bundesstaat Tennessee als erste Frau seit mehr als 200 Jahren hingerichtet werden. Die 50-Jährige überlebte allerdings zwei Giftspritzen mit Pentobarbital.

Die 50-Jährige wird weiterhin intensivmedizinisch behandelt. Wie ihre Genesung verlaufen wird, ist unklar, die Ärzte rechnen mit einer längeren Erholungszeit. Ihre Anwälte fordern, die Todesstrafe in lebenslange Haft ohne Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung umzuwandeln.

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Der heute 46-jährige Howard war zum Tode verurteilt worden, weil er im Jahr 2000 einen Supermarkt überfallen und die Mitarbeiterin Vickie Lee Sartout getötet hatte. Der damals 20-Jährige erbeutete dabei 114 Dollar und eine Stange Zigaretten.

Die Anwälte Howards hatten mehrfach versucht, seine Hinrichtung abzuwenden. Sie gaben zuletzt an, er leide an einer psychischen Erkrankung und sei geistig beeinträchtigt. Ein Berufungsgericht in Texas wies den Einspruch zu Wochenbeginn ab.

mgr/AFP