Es ist nur eine ganz kurze Sequenz: Auf einem Tisch zu sehen sind ein Mischpult, ein Handy samt Ladekabel, ein Weinglas – und eine Flasche Sancerre des französischen Weinguts Terres Blanches. Die kurze Präsenz dieses Weißweins in einer Disney+-Doku über Taylor Swift, 36, hat ausgereicht, einen Run von Fans auszulösen: Medienberichten zufolge waren mehrere Tropfen des Weinguts beim US-Distributor zwischenzeitlich ausverkauft – und das obwohl die gezeigte Sorte mit umgerechnet rund 35 Euro nicht ganz billig ist.
»Es ist ziemlich verrückt. Das ist unbezahlbar«, sagte Winzer Laurent Saget von Terres Blanches der Nachrichtenagentur AFP. »Selbst wenn wir eine unserer Flaschen in einer Serie mit einem derart großen Publikum hätten platzieren wollen, hätten wir uns das niemals leisten können.« Nun profitierten das Weingut und der Sancerre-Wein insgesamt gratis von dem Swift-Gütesiegel.
Wie viele Flaschen genau verkauft wurden, ist nicht bekannt. Nach einem Bericht der französischen Onlineplattform »Ici« dürfte es sich jedoch um ein rares Gut handeln: Jährlich verkaufe man rund 10.000 Flaschen in die Vereinigten Staaten, sagte Sager dem Medium. Da man die Produktion nicht erhöhen werde, könne man an dieser Zahl auch 2026 nichts ändern.
Die Fans der Musikerin sind dafür bekannt, dass sie jeden Schritt und jede Äußerung ihres Stars mit Argusaugen verfolgen. So stürmten Swifties beispielsweise ein Museum in Wiesbaden, weil ein dort ausgestelltes Gemälde das Video zu ihrem Song »The Fate of Ophelia« inspiriert hatte; ein anderer Song – »The Black Dog« – bescherte einem gleichnamigen Pub in London einen Besucheransturm. Die Fähigkeit des Stars, den Erfolg von Produkten zu steigern, ist inzwischen als »Swiftonomics« bekannt. Dass Swift ein Faible für Weißwein hat, wissen Fans auch schon aus ihrem Song »The Alchemy« . Dort singt sie: »These chemicals hit me like a white wine«.
Winzer Saget kennt nach eigenen Worten Swifts Musik nicht. Er würde sich aber freuen, den Megastar auf seinem kleinen Weingut im Dorf Bue im Loire-Tal zu begrüßen, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.
