SpOn 09.02.2026
10:38 Uhr

Super Bowl: Jake und Logan Paul streiten über Bad Bunny


In seiner Halbzeitshow beim Super Bowl verknüpfte Bad Bunny Gute-Laune-Pop mit politischen Statements. Das war Influencer Jake Paul offensichtlich schon zu viel.

Super Bowl: Jake und Logan Paul streiten über Bad Bunny

Rund 200 Millionen Menschen schauen in der Regel den Super Bowl. Mindestens einer knipste in der vergangenen Nacht aber den Fernseher aus: Influencer Jake Paul, 29, – bekannt dafür, sich von Profiboxern den Kiefer brechen zu lassen – äußerte Kritik an der Halbzeitshow. Und dann legte sich auch noch sein eigener Bruder mit ihm an. Was war passiert?

Benito Antonio Martínez Ocasio alias Bad Bunny trat in diesem Jahr bei der mit Spannung erwarteten Halbzeitshow auf. Auf den ersten Blick präsentierte er mit Co-Stars wie Lady Gaga und Ricky Martin Gute-Laune-Pop, gleichzeitig setzte er aber auch politische Statements . Zum Schluss seines Auftritts etwa rief er: »God bless America« und nannte dann jedes Land Nord‑, und Lateinamerikas, inklusive der USA und Kanada. Das klingt eigentlich nicht sonderlich anstößig. In Zeiten von US-Präsident Donald Trumps Besitzansprüchen, Drohungen und sogar Angriffen auf Venezuela war dieses Statement aber wohl schon polarisierend.

Influencer Jake Paul jedenfalls sah dieses Ende der Halbzeitshow offenbar schon nicht mehr. »Schaltet diese Halbzeitshow ab. Da tritt ein angeblicher amerikanischer Bürger auf, der Amerika öffentlich hasst. Das kann ich nicht unterstützen«, schrieb er bei X.

Offensichtlich wollte Paul Bad Bunny die Staatsbürgerschaft absprechen. Tatsächlich wurde der Sänger in Puerto Rico geboren, einem Außengebiet der USA. Damit ist er US-Bürger. Und von Amerikahass kann kaum die Rede sein. Jedenfalls zeigte Bad Bunny auf einem Bildschirm während seiner Show den Schriftzug: »Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist die Liebe.«

Was Paul womöglich meinte: Bad Bunny kann mit dem US-Bild von Präsident Trump wenig anfangen. So hatte der Sänger die brutalen und teils tödlichen Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE im Land scharf kritisiert. »Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere, wir sind keine Außerirdischen, wir sind Menschen, und wir sind Amerikaner«, sagte Bad Bunny bei der Grammy-Verleihung.

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Wenig überraschend musste Paul dann Widerspruch aushalten – sogar von seinem eigenen Bruder Logan. »Ich liebe meinen Bruder, aber damit bin ich nicht einverstanden«, schrieb er bei X: »Puerto Ricaner sind Amerikaner, und ich freue mich, dass sie die Gelegenheit bekamen, das Talent ihrer Insel zu präsentieren.«

In nur 13 Minuten macht Bad Bunny die Super‑Bowl‑Halbzeit zur wohl politischsten Show, die es in der NFL je gab. Auf den ersten Blick mehr Gute-Laune-Pop als Protest. Doch wer auf Pause drückt, entdeckt viel mehr. Mehr zur Halbzeitshow des Super Bowls lesen Sie hier. 

ptz