David Tobis:
»ICE tötet Menschen. ICE ist eine militärische Einheit, vergleichbar mit der SA im nationalsozialistischen Deutschland. Genau das wollen die Menschen: Meinungsfreiheit. Und Trump will das nicht, weil er gegen die Bevölkerung ist.«
Bevor am Sonntagabend beim Super Bowl die Seattle Seahawks die NFL gewinnen, haben Aktivisten am Eingang des Levi’s Stadions Handtücher mit der Aufschrift »ICE OUT« verteilt. Es hatte Bedenken gegeben, dass Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE anwesend sein könnten. Die National Football League schloss das jedoch aus.
David Tobis:
»Wir wollen nicht, dass amerikanische Staatsbürger getötet werden. Wir verteilen 15.000 davon beim Super Bowl, um den Kampf für die Demokratie zu unterstützen.«
Lorena Garcia:
»Wir sind hier, um Benito (Bad Bunny) zu unterstützen. ICE raus!«
Chelsea Gods:
»Ich finde die Initiative, hier bei einer nationalen Sportveranstaltung eine Anti-ICE-Botschaft zu senden, super. […] Ich hoffe wirklich, dass Bad Bunny in der Halbzeitshow auch eine Anti-ICE-Botschaft macht.«
Und tatsächlich: Popstar Bad Bunny sendete während seiner Performance mehrere Botschaften gegen Spaltung und für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor allem rückte er die Bedeutung Lateinamerikas in den Vordergrund, er sang auf Spanisch. Ein explizites politisches Statement gab es aber nicht. Im Hintergrund leuchtete auf einer Leinwand der Schriftzug: »Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe.«
US-Präsident Trump gefiel das offensichtlich nicht – und bezeichnete die Show bei Truth Social als eine der schlechtesten jemals. »Ein Schlag ins Gesicht für unser Land.« Niemand verstehe auch nur ein Wort, das Getanze sei »widerlich«, vor allem für zuschauende Kinder.
Das Trump-Lager hatte zum Boykott der eigentlichen Halbzeitshow aufgerufen. Und eine Gegenveranstaltung organisiert: Bei der »All American Halftimeshow« trat unter anderem der amerikanische Musiker Kid Rock auf.