SpOn 27.01.2026
13:18 Uhr

Sulzbach-Rosenberg: Vermisster Junge versteckte sich aus Angst vor Monstern unter schneebedeckter Thuja-Hecke


Im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg kam ein kleiner Junge nach einem Besuch bei einem Freund nicht mehr nach Hause. Die Polizei ging auf Vermisstensuche – und dann auf Monsterjagd.

Sulzbach-Rosenberg: Vermisster Junge versteckte sich aus Angst vor Monstern unter schneebedeckter Thuja-Hecke

Aus Angst vor Monstern in seinem Zimmer kehrte ein neun Jahre alter Junge in der Oberpfalz nicht nach Hause zurück. Die Polizei löste eine große Suchaktion aus. Die Mutter des Jungen verständigte die Behörden am Montagabend gegen 20 Uhr, wie lokale Medien berichten. Ihr Sohn hatte gegen 19 Uhr das Haus eines Freundes verlassen, war aber nicht zu Hause angekommen.

Draußen herrschten eisige Temperaturen und Schneetreiben, die Mutter machte sich große Sorgen. Mehrere Streifen machten sich daraufhin in Sulzbach-Rosenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz) auf die Suche nach dem vermissten Jungen.

Zahlreiche Anwohner unterstützten die Suche spontan, nachdem ein Nachbar über eine Lautsprecherdurchsage der Polizei auf die Suche aufmerksam wurde. Über Chatgruppen und Messengerdienste verständigte er weitere Nachbarn, sodass die Polizei tatkräftige Hilfe bei der Suche bekam.

Ghostbusters in der Oberpfalz

Nach bangen Stunden wurden die Suchenden den Angaben nach schließlich gegen 22 Uhr fündig. Der Junge hatte sich offenbar unter einer Hecke in den Schnee eingegraben und dort versteckt. Er war laut Polizei unversehrt. Nun wurde auch der Grund für sein Verschwinden klar: Der Junge erklärte den Beamten, dass in seinem Zimmer Monster wohnten und er deswegen auf keinen Fall dort schlafen könne. Die Polizisten versprachen Hilfe.

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Die Beamten brachten den Jungen nach Hause und machten sich dann in bester Ghostbusters-Manier auf Monsterjagd. Mit einem »Monsterscanner« (einem Kartenlesegerät) suchten sie das Zimmer des Jungen auf Ungeheuer ab, dann kam ein »Monstersauger« (ein Atemalkoholtester) zum Einsatz. Dieser machte allen noch vorhandenen Monstern den Garaus – und der Junge konnte wieder beruhigt in seinem Bett schlafen.

Warum Naturschützer Thuja-Hecken am liebsten roden würden, lesen Sie hier .

mgo/dpa