SpOn 15.01.2026
16:40 Uhr

Südafrika: Kruger-Nationalpark wegen Unwetter für Tagesgäste geschlossen


Erdrutsche und Überflutungen: Wegen Unwettern lässt der berühmte Kruger-Nationalpark in Südafrika keine Tagesgäste zu. Überschwemmungen plagen auch andere Landesteile. Behörden warnen vor Krokodilen in Wohngebieten.

Südafrika: Kruger-Nationalpark wegen Unwetter für Tagesgäste geschlossen

Nach heftigen Regenfällen bleibt der berühmte Kruger-Nationalpark in Südafrika vorerst für Tagesbesucher geschlossen.

Es handle sich um eine vorbeugende Maßnahme, sagte eine Sprecherin der Nationalparkbehörde. Vor wenigen Tagen hätten Gäste den Park wegen einer überfluteten Brücke nicht verlassen können. Solche Zwischenfälle wegen »nicht notwendiger Reisen« ließen sich vermeiden, heißt es in einer Mitteilung .

Zuvor war bereits eines der Camps im Park evakuiert worden. Videos in den sozialen Medien zeigten Hubschrauber und überflutete Straßen. Einige Parkabschnitte im Norden sind laut der Nationalparkbehörde vollständig gesperrt. »Es schüttet hier wirklich wie aus Eimern«, sagte ein Sprecher dem Fernsehsender »Eyewitness News« . Ihm zufolge mussten 27 Personen, die zu Fuß an einer Nashornsafari teilnahmen, auf dem Luftweg gerettet werden.

Warnung vor Wildtieren

Seit Tagen kämpfen Teile Südafrikas und benachbarter Staaten mit Unwettern, Erdrutschen und Überschwemmungen.

In Simbabwe starben seit Jahresbeginn rund 70 Menschen, mehr als 1000 Familien verloren ihr Zuhause. Medienberichten zufolge wurden Schulen, Krankenhäuser und Brücken beschädigt. Die Behörden in der Hauptstadt Harare warnten am Mittwoch vor Sturzfluten.

In Südafrika kamen laut einem Sprecher des Zivilschutzes bisher 19 Menschen ums Leben. Mehrere Orte sind nach Angaben der Behörden von der Außenwelt abgeschnitten. Besonders dramatisch ist die Lage in der Provinz Limpopo. Behörden warnten Anwohner vor Krokodilen oder Flusspferden, die durch übertretende Flüsse in Wohngebiete gelangen könnten.

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Ein Ende des Unwetters ist vorerst nicht in Sicht. Bis zum Wochenende rechnen Meteorologen mit weiteren schweren Regenfällen.

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esw/dpa