US-Präsident Donald Trump will auf Bitten des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman den Krieg im Sudan beenden.
Auch andere arabische Staats- und Regierungschefs hätten ihn gebeten, »die Macht und den Einfluss des Präsidentenamtes zu nutzen, um den Geschehnissen im Sudan unverzüglich ein Ende zu setzen«, schrieb der Republikaner auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social.
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Gemeinsam mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten und anderen Partnern im Nahen Osten wolle er die Gräueltaten beenden und das Land stabilisieren.
Im Sudan herrscht seit April 2023 ein brutaler Machtkampf zwischen De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und seinem einstigen Stellvertreter Mohamed Hamdan Daglo, der die RSF-Miliz kommandiert. Beobachter befürchten eine dauerhafte Spaltung des Landes. Mehr als zwölf Millionen Menschen sind auf der Flucht. Mehr als 26 Millionen Menschen, etwa die Hälfte der Bevölkerung, sind von Hunger bedroht. Besonders umkämpft ist die Region Darfur, die mittlerweile in weiten Teilen von RSF-Kämpfern kontrolliert wird.
In Darfur ist der Konflikt maßgeblich von ethnischen Faktoren geprägt, die eng mit Fragen von Landrechten, Ressourcenverteilung und politischer Marginalisierung verwoben sind. Dabei geht es vor allem um Konkurrenz um Land und Wasser zwischen sesshaften, nicht arabischen Volksgruppen und traditionell nomadischen, arabischen Gruppen.
Dass Trump nun expressis verbis Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten nennt, ist bemerkenswert. Experten zufolge unterstützen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) unter anderem mit Waffenlieferungen die RSF-Miliz. Saudi-Arabien und Ägypten stehen hingegen auf der Seite der sudanesischen Junta.
Erst vor wenigen Tagen hatte Volker Türk, der Hochkomissar für Menschenrechte der Vereinten Nationen, erklärt: »Im Sudan herrscht ein Stellvertreterkrieg. Zahlreiche Länder in der Region und darüber hinaus sind daran beteiligt. Die internationale Gemeinschaft muss gegen die Personen und Unternehmen vorgehen, die diesen Krieg anheizen und davon profitieren.«
