SpOn 11.01.2026
12:14 Uhr

Sturmtief »Elli«: Politiker verlangen Aufarbeitung des Bahn-Winterchaos


Schnee und Kälte brachten den Zugverkehr im Norden zum Stillstand. So etwas darf nicht sein, kritisiert ein CDU-Politiker: »Andere Länder bekommen das besser hin.« Auch die Grünen dringen auf Aufarbeitung.

Sturmtief »Elli«: Politiker verlangen Aufarbeitung des Bahn-Winterchaos

Der Fernverkehr auf allen Hauptstrecken der Deutschen Bahn läuft nach den chaotischen Tagen des Wintersturms »Elli« wieder. Allerdings ist das Zugangebot weiterhin nur begrenzt. Ausfälle und Verspätungen sind weiterhin an der Tagesordnung. Politiker von CDU und Grünen fordern Konsequenzen.

»Die Deutsche Bahn muss dieses Desaster aufarbeiten und beim nächsten Wintereinbruch sicherstellen, dass nicht der gesamte Zugverkehr zum Erliegen kommt«, sagte der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß der »Rheinischen Post«. »Es kann nicht sein, dass bei Winterwetter in Deutschland tagelang kaum Züge fahren.« Ploß, der Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages ist, sagte: »Andere europäische Länder bekommen das besser hin, wenn es schneit oder kalt ist.«

»Der Bund wird die Reaktionen der Deutschen Bahn auf den Wintereinbruch kritisch mit sich und mit dem eigenen Unternehmen besprechen müssen«, sagte auch der Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel. »Dabei sind auch Rahmenbedingungen zu klären, wie die Tatsache, weshalb Weichenheizungen seitens des Bundes nur begrenzt zuschussfähig sind.« Nicht alle Gründe für das Chaos lägen allerdings bei der Bahn. Etwa dass moderne Fahrzeuge »weniger winterfest sind, als es die Züge früherer Generationen noch waren«, sagte der Grüne.

Mehr zum Thema

Die Bahn hatte den Fernverkehr im Norden am Freitagvormittag wegen des Sturmtiefs komplett eingestellt. Die Wetterlage besserte sich bereits am Freitag, auch am Samstag fuhr in Norddeutschland aber kaum ein Fernzug. Auch der Regionalverkehr war stark beeinträchtigt. Am Sonntag lief der Betrieb auf den meisten Strecken wieder an, jedoch fast nirgends fahrplanmäßig. Vor allem Verbindungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen sind betroffen .

abl/dpa/AFP