Wegen des Stromausfalls im Südwesten Berlins hilft die Bundeswehr bei der Betankung von Notstromaggregaten. Ein entsprechender Hilfeleistungsantrag des Landes Berlin sei eingegangen, erklärte eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos der Nachrichtenagentur dpa.
Gegenstand des Antrags sei die Bereitstellung von etwa 18.000 Litern Diesel, einem Tankfahrzeug und Personal im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die Bedienmannschaften sollen demnach »schichtfähig« sein. »Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Versorgung von Pflegeeinrichtungen«, teilte die Sprecherin mit.
Einsatz bis Donnerstagabend
Der Einsatz hat am Abend auf einem Betriebshof des Technischen Hilfswerks (THW) in Berlin-Lankwitz begonnen. Er ist gemäß dem Amtshilfeantrag zunächst bis Donnerstag, 23 Uhr, vorgesehen.
Der Anschlag auf Kabel, zu dem sich Linksextremisten bekannt haben, sorgt seit dem frühen Samstagmorgen für einen großen Stromausfall. Zunächst waren 45.000 Haushalte und mehr als 2200 Unternehmen betroffen, inzwischen erhalten etwa 15.000 Kunden wieder Energie.
- Stromausfall in Berlin: Warum Deutschlands Infrastruktur ein leichtes Ziel ist Von Markus Becker
- Anschlag auf das Berliner Stromnetz: Wer steckt hinter der »Vulkangruppe«? Von Sven Röbel und Hannes Schrader
- Stromausfall in Berlin: Jetzt gerät Berlins Regierender Bürgermeister unter Druck Von Christian Teevs
Der Betreiber Stromnetz Berlin versucht, die zerstörten Starkstromleitungen so schnell wie möglich zu reparieren. Die komplette Behebung des Schadens ist für Donnerstag angekündigt. Betroffen sind die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.
