SpOn 03.03.2026
14:44 Uhr

Stromausfall: Verwaltungen in NRW lahmgelegt


Ein Defekt hat das Rechenzentrum eines kommunalen IT-Dienstleisters lahmgelegt. Auf die Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen hat dies weitreichende Auswirkungen, Bürger sollen sich um neue Termine bemühen. Nur wie?

Stromausfall: Verwaltungen in NRW lahmgelegt

Ein Stromausfall in Aachen hat mehrere Kommunalverwaltungen in Nordrhein-Westfalen arbeitsunfähig gemacht. Viele Termine von Bürgern bei Behörden müssen daher heute ausfallen, wie mehrere Städte und Kreise in NRW mitteilen. Der Grund für die Probleme ist eine vom Stromausfall ausgelöste Störung beim IT-Dienstleister »Regio IT«, dem nach eigenen Angaben größten kommunalen IT-Dienstleister in NRW für öffentliche Auftraggeber.

Einem Bericht des WDR  zufolge kam es bereits am Montagabend gegen 19.30 Uhr zu dem Stromausfall. Demnach wurde dabei auch Hardware im Rechenzentrum zerstört, die noch im Laufe der Nacht, wie es heißt, aufwendig ausgetauscht wurde.

Die Störungen in den Ämtern ziehen sich jedoch hin. Infolge des IT-Ausfalls haben Behördenmitarbeiter keinen Zugriff mehr auf interne Software. Auch die Internetzugänge seien »vielfach ausgefallen«. In Aachen ist inzwischen ein Krisenstab zusammengekommen.

Tausende Termine fallen aus

Neben der Stadt Aachen sind unter anderem auch Duisburg, Wuppertal, Oberhausen, Gelsenkirchen, Remscheid, Gütersloh, Bad Honnef, Bielefeld, Düren, Eschweiler, Erkelenz, Würselen, der Rhein-Erft-Kreis, der Märkische Kreis, der Kreis Soest, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Heinsberg, der Hochsauerlandkreis, Kreis Warendorf sowie der Kreis Euskirchen von der Störung betroffen.

Sofern diese noch erreichbar sind, wird teilweise auf den Websites der Verwaltungen auf die aktuellen Probleme hingewiesen. Betroffene Stellen sind etwa Bürgerämter, Kfz-Zulassungsstellen, Fundbüros sowie die Serviceportale der Kommunen. In Duisburg müssen demnach rund tausend für den Dienstag geplante Termine beim Bürgerservice ausfallen.

In den von der Störung beeinträchtigten Regionen werden von den Ausfällen betroffene Personen gebeten, neue Termine zu vereinbaren. Doch auch das dürfte Geduld erfordern, da die Behörden teils nicht telefonisch oder per E-Mail erreichbar sind, auch Buchungsportale sind offline.

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Regio IT warnt auf seiner Website , dass nach aktuellem Stand davon auszugehen ist, »dass heute kein produktiver Betrieb mehr möglich sein wird«. Gemeinsam mit externen Dienstleistern arbeite man »mit Hochdruck an der Entstörung«.

Ein wenig verwirrend wirkt allerdings der Hinweis. »Bitte informieren Sie eigenständig die lokale Presse.«

mak/dpa