SpOn 03.05.2026
23:34 Uhr

Straße von Hormus: Trump plant Einsatz unter Codenamen »Project Freedom«


Die USA wollen offenbar Schiffe aus der Meerenge am Persischen Golf befreien. Die Aktion kündigte der US-Präsident auf seinem Netzwerk Truth Social an. Sie soll bereits am Montag beginnen. Viel mehr weiß man nicht.

Straße von Hormus: Trump plant Einsatz unter Codenamen »Project Freedom«

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass die Vereinigten Staaten ab Montag Maßnahmen ergreifen wollen, um in der Straße von Hormus festsitzende Schiffe zu befreien. In einem Beitrag  auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, Länder aus der ganzen Welt hätten die USA darum gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu befreien.

»Zum Wohle Irans, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstraßen herausführen werden«, damit sie ihre Geschäfte unbehindert fortführen könnten, schrieb Trump. Es handele sich dabei um Schiffe aus Regionen der Welt, die nicht in den Irankrieg verwickelt seien. Die geplante Aktion bezeichnete Trump als humanitäre Maßnahme, die insbesondere auch im Interesse Irans liege. Auf einigen der betroffenen Schiffe würden Lebensmittel knapp.

Wie genau die USA vorgehen wollen, erklärte er in seinem Post nicht.

»Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass meine Vertreter sehr positive Gespräche mit Iran führen.«

US-Präsident Trump

Trump bezeichnete die Initiative als »Projekt Freiheit«, das beginnen werde, wenn im Nahen Osten Montagmorgen sei. Mögliche Störungen des Einsatzes würden nicht hingenommen, warnte er: Sollte es dazu kommen, müsse darauf »mit Härte« reagiert werden.

Zugleich verwies Trump auf »sehr positive Gespräche« mit Iran, die zu einer für alle Seiten günstigen Entwicklung führen könnten. Auch in diesem Fall nannte er keine Details.

In den Verhandlungen mit Teheran drängen die USA seit Längerem auf eine Öffnung der von Teheran weitgehend blockierten Straße von Hormus – bislang allerdings ohne Erfolg: Die Schifffahrt in der für den weltweiten Ölhandel zentralen Meerenge ist weiterhin stark eingeschränkt. Zugleich haben die USA eine Seeblockade gegen Iran verhängt.

Derzeit herrscht eine Waffenruhe, die Trump einseitig und ohne zeitliche Begrenzung verlängert hat. Gespräche über eine dauerhafte Lösung des Konflikts stocken.

Mehr zum Thema

Am Sonntag wurde zudem erneut ein Schiff in der Straße von Hormus angegriffen. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte bei X mit , der Kapitän eines nordwärts fahrenden Massengutfrachters habe einen Angriff mehrerer kleiner Boote gemeldet. Zu dem Vorfall kam es demnach elf Seemeilen westlich der iranischen Stadt Sirik.

Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf, und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden, hieß es weiter. Zunächst reklamierte niemand den Angriff für sich.

dtt/Reuters/dpa