Bei einem Schusswaffenvorfall während eines Familientreffens im US-Bundesstaat Kalifornien sind am Samstag nach Angaben der Polizei vier Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich kurz vor 18.00 Uhr Ortszeit in einem Festsaal in Stockton nordöstlich von San Francisco, wie die Sprecherin des Bezirkssheriffs von San Joaquin, Heather Brent, vor Journalisten mitteilte. Der Schütze ist noch nicht gefasst.
Die Opfer, bei denen es sich um Jugendliche und Erwachsene handele, seien in örtliche Krankenhäuser gebracht worden.
Ersten Ermittlungen zufolge handelte es sich womöglich um eine »gezielte Attacke«, heißt es in einer Mitteilung der Polizei bei Facebook. Über die Hintergründe der Tat gibt es noch keine Details. Die Ermittlungen dauerten an, und die Informationen seien nach wie vor begrenzt, hieß es.
Vorfall bei einem Familientreffen
Der stellvertretende Bürgermeister von Stockton, Jason Lee, sprach in einem Onlinepost von einer »Massenschießerei bei einem Kindergeburtstag«. Eine Eisdiele sollte niemals zu einem Ort werden, an dem Familien um ihr Leben fürchten müssten, schrieb er. Eine Polizeisprecherin bestätigte US-Medienberichten zufolge zunächst aber nur, dass sich der Vorfall bei einem Familientreffen in einem Festsaal ereignet habe.
Aus dem Büro des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom hieß es, Newsom sei über »die schreckliche Schießerei in Stockton« informiert worden.
In den USA gibt es mehr Schusswaffen als Einwohner. Mit dem Vorfall in Stockton erhöht sich die Zahl der Schusswaffenvorfälle mit mindestens vier Toten in den USA laut der Nichtregierungsorganisation Gun Violence Archive in diesem Jahr auf 504.



