Es ist eine Monate währende Abschiedstour – und eine bissige noch dazu: Seit der Sender CBS im Juli 2025 das Ende seiner Sendung »The Late Show« für den kommenden Mai bekannt gab, ist deren Moderator Stephen Colbert, 61, noch ein Stückchen mutiger geworden, noch ein bisschen ruchloser in der Wahl der Sprüche, die er Donald Trump und dessen Entourage hereindrückt. »Sie haben mich am Leben gelassen«, scherzte Colbert seinerzeit über seine Motivation, mit der er an seine Show herangeht.
Jetzt, wo das Ende der Show tatsächlich unaufhaltsam näherrückt, zeigt der Satiriker allerdings noch eine andere Seite. »Es fühlt sich jetzt echt an«, sagte Colbert zu Gast in der Show seines Kollegen Seth Meyers , 52. Er habe die ganze Zeit gewusst, dass das baldige Ende der Show real ist: »Aber jetzt sind nur noch vier Monate übrig.« Davon sei er »nicht begeistert«.
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Auch einen konkreten Termin für seine letzte Show nannte Colbert in dem Gespräch mit Seth Meyers: Am 21. Mai werde er zum letzten Mal mit dieser auf Sendung gehen.
Am meisten vermissen werde er die Menschen, mit denen er für die Show zusammenarbeite, fügte Colbert hinzu. »Aber wir werden etwas anderes zusammen machen.«
Kurz vor der Bekanntgabe der Einstellung von Colberts Show hatte CBS-Mutter Paramount vergangenen Sommer in einem Rechtsstreit mit US-Präsident Donald Trump in einen 16 Millionen Dollar schweren Vergleich eingewilligt. Moderator Colbert hatte das in seiner Sendung als »dicke, fette Bestechung« bezeichnet. Paramount gehört mittlerweile der Familie des Softwaremilliardärs Larry Ellison, der als Trump-Unterstützer bekannt ist.

