Der Automobilklub ADAC warnt vor viel Verkehr auf den Straßen vor den Weihnachtstagen. Als staureichsten Tag sagen die Experten Freitag, 19. Dezember, voraus. Ab dem Nachmittag treffe der übliche Berufsverkehr auf die erste Reisewelle zu Weihnachten, schreibt der ADAC in einer Mitteilung .
Am Samstag müssen Autofahrer und Autofahrerinnen dem ADAC zufolge ebenfalls Geduld haben. Der Sonntag werde demnach ruhiger, bevor der Verkehr am Montag und Dienstag wieder zunehme. Dann dürften viele Menschen unterwegs sein, um letzte Geschenke zu kaufen oder einen Weihnachtsmarkt zu besuchen.
Besonders staubelastet sind laut ADAC die Autobahnen
um Hamburg, etwa auf der A1 zwischen Osnabrück und Fehmarn, der A7 zwischen Hannover und dänischer Grenze, sowie der A23 Hamburg – Heide
der Berliner Stadtring A100 und Teile des äußeren Rings A10
A4 zwischen Dresden und Görlitz
A2 zwischen Hannover und Magdeburg
mehrere Strecken im Rhein-Ruhr-Gebiet, dazu die A3 Köln – Frankfurt am Main sowie die linksrheinische A61 bis Koblenz
A5 zwischen Frankfurt am Main und dem Reiskirchener Dreieck nahe Gießen sowie zwischen Heidelberg und der Schweizer Grenze
A6 zwischen Ludwigshafen und Heilbronn
A3 zwischen Würzburg und der österreichischen Grenze
A8 zwischen Karlsruhe und der österreichischen Grenze
mehrere Autobahnen um München wie die Umfahrung A99, A9 bis Nürnberg, A94 und A96
wegen der Kontrollen zudem Autobahnen zu den Grenzübergängen. Besonders Winterurlauber in Richtung Österreich müssen mit kurzfristig angeordneten Durchfahrtsverboten in bayerischen Landkreisen und Gemeinden rechnen, um Ausweichverkehr von Staus auf A7, A8, A93 und B2/B23 zu verhindern.
Immerhin gebe es derzeit noch 682 Baustellen, deutlich weniger als sonst, so der ADAC. Die seit vier Jahren zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord voll gesperrte Sauerlandlinie A45 soll ab Montag sogar wieder durchgehend befahrbar sein. Dann wird die neue Rahmedetalbrücke eröffnet.
Bahn beendet Baustellen
Wer die Möglichkeit habe, solle den Freitag als Reisetag meiden, heißt es auch vom ACE Auto Club Europa. Auch an den anderen Tagen empfiehlt der Verein, auf den öffentlichen Verkehr auszuweichen.
Bei der Bahn ist ebenfalls mit vollen Zügen zu rechnen. Bereits Ende November teilte die Deutsche Bahn mit, das Unternehmen habe für die Weihnachtstage sechs Prozent mehr Tickets verkauft als im Vorjahr.
Gleichzeitig hieß es, dass um die Weihnachtsfeiertage so viele Züge wie möglich fahren und Bauarbeiten am Schienennetz eingeschränkt werden sollen, um Verspätungen zu reduzieren. Laut der DB-Störungskarte sollen mehrere Baustellen am Wochenende enden, beispielsweise zwischen München und Erfurt oder Mainz und Köln. Die direkte Strecke zwischen Hamburg und Berlin bleibt hingegen noch bis Ende April für eine Generalsanierung gesperrt.
