SpOn 25.02.2026
12:41 Uhr

Statistisches Bundesamt: Zahl der Verkehrstoten steigt 2025 auf mehr als 2800


Im vergangenen Jahr sind bei Unfällen auf deutschen Straßen mehr Menschen ums Leben gekommen als 2024. Überdurchschnittlich fiel der Anstieg bei Pkw-Insassen und Radfahrern aus.

Statistisches Bundesamt: Zahl der Verkehrstoten steigt 2025 auf mehr als 2800

Im vergangenen Jahr sind auf deutschen Straßen 2814 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen – das sind zwei Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. 2024 gab es 2770 Todesopfer. Die Zahlen für 2025 teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Daten mit.

Die registrierten Unfälle entsprachen mit 2,5 Millionen etwa so vielen wie dem Vorjahr. Bei einem Großteil davon – bei 2,2 Millionen – blieb es dabei bei Sachschäden.

Detaillierte Auswertungen können die Statistikerinnen und Statistiker bisher nur für den Zeitraum von Januar bis November 2025 geben. Die Verkehrstoten verteilten sich im Vergleich zu 2024 wie folgt auf die verschiedenen Verkehrsmittel:

  • Auto: 37 Getötete mehr, vier Prozent mehr als im Vorjahr

  • Fahrrad: 18 Getötete mehr, ebenfalls vier Prozent mehr als im Vorjahr

  • E-Scooter: sechs Getötete mehr, ein Plus von 25 Prozent

  • Zu Fuß: vier Getötete mehr, ein Prozent mehr als im Vorjahr

  • Zugelassene Krafträder (zum Beispiel Motorräder): 41 Getötete weniger als im Vorjahr, ein Minus von acht Prozent

  • Güterkraftfahrzeuge (zum Beispiel Lkw): Sieben Getötete mehr, ein Plus von sieben Prozent

  • Krafträder mit Versicherungskennzeichen (zum Beispiel Roller): elf Getötete mehr, ein Plus von 28 Prozent

Gemessen an der Einwohnerzahl registrierten die Statistikerinnen und Statistiker die meisten Todesopfer im Straßenverkehr mit 60 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg mit 50 Getöteten je eine Million Einwohnerinnen und Einwohner. Der Durchschnitt für ganz Deutschland liegt bei 34 Getöteten je eine Million Einwohnerinnen und Einwohner. Aufgrund ihrer Bebauungsstruktur liegen Stadtstaaten weit darunter: In Berlin etwa kamen zehn, in Hamburg elf Getötete auf eine Million Einwohnerinnen und Einwohner.

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Die Zahl der Verletzten blieb im vergangenen Jahr mit 366.000 Betroffenen im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich. Einen Unterschied gab es bei der Zahl der Leichtverletzten, die um ein Prozent auf 318.000 Personen stieg – und bei der Zahl der Schwerverletzten. Diese nahm im Vorjahresvergleich um vier Prozent ab. 2025 gab es demnach 48.400 Schwerverletzte. »Dies ist der niedrigste Wert seit 1991«, schreibt das Statistische Bundesamt in einer Mitteilung, »dem ersten Jahr, in dem die Verletzten getrennt in schwer- und leicht verletzt ausgewiesen wurden.«

ani