Klarna-Schulden kriegt sie gerade noch so angehäuft, handysüchtig ist sie ohnehin, aber Leistung zeigen? Will niemand mehr in dieser Generation, die laut Ex-Fußballnationalspieler Miroslav Klose »etwas schwierig« sei. »Da gilt halt: wenig tun und viel Geld verdienen.«
Ja ne, ist klar, Miroslav.
Mein Kollege Lukas Hildebrand hat herausgearbeitet, wie viele mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten das denken. Und fragt sich: warum eigentlich? Arbeitsmarktstatistiken geben das nämlich ganz und gar nicht her.
Hildebrand erklärt, warum der Vorwurf der faulen Jugend schon seit der Antike angeführt wird – und mehr über den Absender verrät als über die jungen angeblichen Verweigerer.
Ich gebe zu: Ich schimpfe häufig über die Vorurteile gegenüber der Gen Z. Gleichzeitig benutze ich oft und gern den Begriff »Boomer« – obwohl ich weiß, dass er die Fronten nur verhärtet. Vielleicht ist Hildebrands Text ein Appell an uns alle: für weniger Klischees und Konfrontation zwischen den Generationen und für mehr gemeinsame Lösungen für Probleme, die uns alle betreffen.
Eine interessante Lektüre wünscht
Franca Quecke, Redakteurin SPIEGEL Start
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