Na ja, okay, vielleicht gilt das nicht für jede:n. Aber als ich das Wandern für mich entdeckte, bot es mir einen guten Ausgleich zu meinem Studium. Man läuft, statt zu denken, und sieht die Welt, statt nur die öden Wände der Bibliothek und der Mensa.
Nicht ohne Grund schienen junge Menschen das Wandern, Klettern und Fahrradfahren nach Corona wieder für sich zu entdecken. Outdoorsport gehört zu den am meisten in meiner Freundes-Bubble geteilten Inhalten auf Social Media.
Für Fynn Renner, 26, war das Wandern während seines Physikstudiums mehr als nur ein Hobby. Inzwischen arbeitet er sogar als staatlich geprüfter Bergführer. Meine Kollegin Franca Quecke hat einen sehr lesenswerten Text über die Arbeit von Renner geschrieben. Darin finden sich Sätze wie: »Die drei Lügen des Bergführers sind: Es ist nicht mehr weit. Das Schwerste haben wir geschafft. Ich bin Single.«
Von Renner kann man lernen, was viele junge Hobbywanderer oft unterschätzen. So erzählt er, dass der Klimawandel seinen Beruf erschwert. Touren im Hochgebirge würden gefährlicher, da zunehmend mehr Permafrost taut, Gletscher schmelzen und Felsstürze zunehmen.
Viel Freude beim Lesen und Wandern wünscht
Lukas Hildebrand, Redakteur SPIEGEL Start
»Ich verkaufe keine Gipfelerlebnisse, sondern Sicherheit«: Fynn Renner studierte erst Physik, jetzt führt er Kunden in Gebirge. Hier erzählt er von rücksichtslosen Wanderern, kritischen Entscheidungen am Berg – und den drei häufigsten Lügen von Bergführern.
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