SpOn 12.02.2026
12:14 Uhr

Startklar-Newsletter: Warum will kaum jemand mehr Führungskraft werden?


Wer noch Lust auf den Chefsessel hat. Warum Eltern schlechte Finanzberater sind. Und wie Studierende in Deutschlands größter Studierendensiedlung leben müssen. Das sind die Texte der Woche zu Studium und Berufseinstieg.

Startklar-Newsletter: Warum will kaum jemand mehr Führungskraft werden?

Nein, nicht alle Jungen sind scharf auf »Lifestyle-Teilzeit«, wie öfter suggeriert wird. Mein Kollege Markus Sutera hat es in einem sehr lesenswerten Text  treffend formuliert: »Die Generation Z tritt mit ihren eigenen Vorstellungen in die Arbeitswelt und stellt die Aufstiegsideale ihrer Vorgänger infrage.«

Karriere machen? Gern – aber eben nicht mehr um jeden Preis. Arbeit als Mittel zum Zweck, nicht als Sinn des Lebens. Reicht doch, finde ich.

Was ich seit Jahren in meinem Freundeskreis beobachte, belegen deutschland- und europaweite Studien: Laut Jugendbefragung der Bertelsmann Stiftung hält weniger als ein Drittel der jungen Beschäftigten in Deutschland Führung für erstrebenswert. Aber anstatt über die Gründe dafür zu sprechen, verfallen einige Boomer lieber ins Generationen-Bashing.

Die Leadership-Professorin Heike Bruch hat Markus erklärt , warum junge Menschen mitunter lieber auf die klassische Karriere verzichten – und wann Eltern und Kolleg:innen abschreckend wirken.

Und gleichzeitig gibt es auch nach wie vor die, die sich bewusst für Führung entschieden haben. Ich habe mit vier von ihnen gesprochen:

Die Gespräche mit ihnen stimmen mich optimistisch. Denn sie zeigen, dass beides geht: Verantwortung und ein Privatleben.

Viel Freude und Optimismus beim Lesen wünscht

Franca Quecke, Redakteurin SPIEGEL Start


Chef sein, wer tut sich das noch an? Die Generation Z wäre alt genug, um Karriere zu machen. Doch viele lehnen Führungspositionen dankend ab. Und stellen Unternehmen damit vor ernste Probleme .


»Geldanlage ist aus Sicht vieler Eltern weiterhin Telekom-Aktie, Siemens-Aktie, Bayer-Aktie – fertig«: Die meisten Mütter und Väter denken, sie wüssten, was das Beste für ihre Kinder ist. Das gilt auch beim Geld. Doch der Verhaltensökonom Oscar Stolper fand nun heraus : Eltern sind oft schlechte Finanzberater.


Verschimmelte Küchen, bröckelnder Putz, Wasserschäden: In Münchner Wohnheimen klagen Studierende über katastrophale Zustände. Auch die Politik mischte sich ein. Nun stellt der Betreiber Maßnahmen zur Besserung vor – den Bewohnern reicht das nicht.


Mehr Ambitionen, bitte! Die Politik setzt die Rahmenbedingungen für ein gutes Leben und gutes Arbeiten – nun haben wir: Achtstundentag ade, Teilzeit nur mit Sondergenehmigung. Warum genau jetzt  der Zeitpunkt für Zuversicht und Innovationen wäre.