Die Generation Z scheint dieser Gedanke ungewöhnlich früh einzuholen. Die meisten von ihnen haben noch nicht einmal das 30. Lebensjahr erreicht, schon sehnen sie sich zurück. Nicht in eine Zeit vor ihrer Geburt, sondern in die 2010er-Jahre. Unter #millennialoptimism teilen sie Bilder aus den Teenagerjahren ihrer Vorgängergeneration in den sozialen Medien.
Und wer soll es ihnen verübeln? Lockdowns, ein neuer Krieg in Europa und ein sich andeutender Niedergang der amerikanischen Demokratie haben die ersten Schritte im Erwachsenenleben der Gen Z getrübt.
Unser Autor Niclas Seydack hat über diese Sehnsucht nach dem gerade erst Vergangenen geschrieben. »Wir glaubten ernsthaft, dass soziale Netzwerke uns näher zusammenbringen« ist einer von vielen schönen Sätzen in diesem Text .
Sein Plädoyer: »Jede Gesellschaft sollte sich daran messen, wie gut sie mit ihren Jungen umgeht. Wenn Menschen mit Anfang zwanzig die Hoffnung auf eine gute Zukunft verlieren, wenn sie schon nostalgisch denken über das, was in ihrer eigenen Lebenszeit liegt, ist das ein Signal, das man nicht ignorieren sollte.«
Viel Freude und Optimismus beim Lesen wünscht
Lukas Hildebrand, Redakteur SPIEGEL Start
Warum sehnt ihr euch in unsere Jugend zurück? Skinny Jeans, Eulenketten, Polaroids: In den sozialen Medien teilt die Gen Z unter dem Hashtag #millennialoptimism nostalgische Zusammenschnitte aus den 2010ern. Als Millennial findet unser Autor Niclas Seydack das niedlich – und macht sich Sorgen .
»Schon gegen meine drei Brüder konnte ich mich gut durchsetzen«: Richter mit Akten versorgen, Gefangene bewachen und während der Arbeitszeit im Fitnessraum trainieren: Als Justizwachtmeisterin hat Karina Pelz viel Abwechslung. Hier erzählt sie , wie sie den Quereinstieg ans Gericht schaffte.
»Meine Mutter sollte abgeschoben werden, heute arbeite ich selbst in der Ausländerbehörde«: Ihre Eltern sind nicht in Deutschland geboren – heute arbeiten sie für den Staat, der ihnen das Ankommen teils schwer gemacht hat. Eine Sachbearbeiterin in der Ausländerbehörde, ein Diplomat und eine Bundeswehrsoldatin erzählen, warum .
Sie fühlen sich im Job manchmal wie ein Hochstapler? Gut so! Unter dem Schlagwort »Imposter« werden Selbstzweifel zu einem weiteren Problem, das wir wegoptimieren sollen. Dabei gibt es Untersuchungen, dass Hochstaplergefühle sogar hilfreich sein können, schreibt unsere Kolumnistin Sara Weber .



