Im öffentlichen Dienst, das denke ich bis heute, muss man so verrückte Dinge noch machen: ein Fax verschicken, Dokumente scannen, Akten drucken. Dass diese Vorstellung von einer Bürokratiehölle auf Stand der Neunzigerjahre tatsächlich mancherorts bis heute Realität ist, das erfuhr mein Kollege Markus Sutera in einem lesenswerten Interview über den öffentlichen Dienst in Berlin .
In der Hauptstadt hat sich zwischen 2015 und 2024 die Zahl der freiwilligen Austritte von Beschäftigten unter 45 Jahren fast vervierfacht. Und ja, das liegt auch daran, dass Digitalisierung dort teilweise noch immer heißt: scannen, scannen, scannen.
Warum es dringend mehr Nachwuchs im öffentlichen Dienst braucht und warum dieser Beruf auch attraktive Seiten hat, lest ihr in unserem Text der Woche.
Viel Freude beim Lesen wünscht
Lukas Hildebrand, Redakteur SPIEGEL Start
Warum so viele junge Menschen den öffentlichen Dienst verlassen: Berlin verliert auffallend viele junge Beschäftigte im öffentlichen Dienst – fast die Hälfte der unter 35-Jährigen. Nachwuchsvertreter Sasha König weiß, was die Abgänger stört. Und wie man sie zum Bleiben bewegen könnte .
»Die Schadstoffbelastung im Audimax ist so hoch, dass Schwangere sich regelmäßig testen sollen«: Es tropft, bröselt und gefährdet die Gesundheit: Studierende in Bayern klagen über sanierungsbedürftige Gebäude. Mit einem Fotowettbewerb haben sie jetzt auf die Misere aufmerksam gemacht .
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»Der Wellnessbereich wäre nichts für mich«: »Massieren kann ja jeder«, dieser Satz nervt Johannes Lukes. Er erklärt, was einen medizinischen Masseur ausmacht – und warum es eine gute Voraussetzung ist, beim Fußball im Tor zu stehen.



