SpOn 05.12.2025
20:53 Uhr

Stararchitekt Frank Gehry ist tot


Er galt als einer der bedeutendsten Architekten weltweit, seine Bauten stehen in den USA wie in Europa. Nun ist Frank Gehry gestorben.

Stararchitekt Frank Gehry ist tot

Er war einer der einflussreichsten und originellsten Architekten der US-amerikanischen Geschichte: Frank Gehry ist an diesem Freitag in seinem Haus in Santa Monica, Kalifornien, gestorben. Er wurde 96 Jahre alt. Bekannt wurde er unter anderem für das Guggenheim-Museum im spanischen Bilbao.

Seine Mitarbeiterin Meaghan Lloyd bestätigte den Tod zuerst der »New York Times«  und der »Washington Post« . Er sei an einer Atemwegserkrankung gestorben.

Das Guggenheim-Museum in Bilbao, Spanien

Das Guggenheim-Museum in Bilbao, Spanien

Foto: A2609 epa efe Alfredo Aldai/ dpa

Neben dem Guggenheim-Museum in Bilbao gehören die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles und das DZ Bank-Gebäude in Berlin zu seinen größten Meisterwerken. Auch das Vitra Design Museum in Weil am Rhein, die Art Gallery of Ontario in Toronto, die Stiftung Louis Vuitton in Paris sowie die Dwight-D.-Eisenhower-Gedenkstätte in Washington, D.C. entwarf er.

Für seine Architektur erhielt Gehry zahlreiche bedeutende Auszeichnungen. Er gewann alle großen Preise seines Fachs, darunter den renommierten Pritzker-Preis, die Goldmedaille des Royal Institute of British Architects sowie den Lifetime Achievement Award der Americans for the Arts.

Sohn jüdischer Einwanderer aus Polen

Geboren wurde Gehry 1929 im kanadischen Toronto als Sohn jüdischer Einwanderer aus Polen. Als Teenager zog die Familie nach Los Angeles weiter, wo Gehrys Vater und auch er selbst Jobs als Lastwagenfahrer annahmen.

Auf einer Abendschule, wo er den Abschluss nachmachte, entdeckte ein Lehrer sein Interesse für Architektur und unterstützte ihn. In den Sechzigerjahren gründete Gehry dann sein eigenes Architekturstudio in Los Angeles und bekam erste Aufträge. Auch im hohen Alter hatte Gehry bis zuletzt weiter an Entwürfen und Projekten gearbeitet. Außerdem lehrte er in Yale und an der Columbia University.

lkö/AP/dpa