Nach zwei tödlichen Bahnunglücken in Spanien in rund zwei Tagen hat die Zugführergewerkschaft des Landes die Lokführer aller spanischen Bahnunternehmen zum Streik aufgerufen. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur AFP.
Mit dem ab dem 9. Februar geplanten dreitägigen Arbeitsausstand solle der Forderung nach mehr Sicherheit auf den Schienen Nachdruck verliehen werden, erklärte die Gewerkschaft Semaf.
Die Gewerkschaft erklärte, dass Bahnbeschäftigte in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme an einzelnen Streckenabschnitten gemeldet hätten, ohne dass etwas unternommen worden sei. Dies müsse strafrechtliche Folgen für die Verantwortlichen haben.
In Bezug auf den angekündigten Streik sagte Verkehrsminister Óscar Puente, dies sei »nicht der beste Weg«, um die Forderungen der Lokführer durchzusetzen. Er sei aber bereit, ihnen zuzuhören.
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Beim Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Andalusien sind am Sonntagabend 43 Menschen ums Leben gekommen. Am Dienstagabend starb ein Mensch, als ein Nahverkehrszug nahe Barcelona mit Trümmern einer eingestürzten Stützmauer kollidierte, die auf den Gleisen lagen.
