Ein Förster ist in der Slowakei von einer Braunbärin angegriffen und verletzt worden. Sein Sohn erschoss das Tier anschließend.
Umweltstaatssekretär Filip Kuffa schilderte den Vorfall auf Facebook. Nach seiner Darstellung – er berief sich dabei auf den Sohn des Verletzten – waren die beiden Männer mit ihrem Jagdhund in einem Bergwald bei Hrboltová, einem Stadtteil von Ružomberok (Rosenberg), unterwegs, als die Bärin sie überraschend angegriffen habe.
Der Vater habe demnach mehrfach mit einer Pistole auf das Tier geschossen, sei aber dennoch angegriffen und gebissen worden. Der Sohn habe die Bärin schließlich mit mehreren Schüssen aus einer Kurzwaffe getötet. Rund 200 Meter entfernt habe er den schwer verletzten Hund gefunden; das Tier sei später gestorben. Der Vater wurde im Krankenhaus behandelt.
Drei stark geschwächte Jungtiere gefunden
Ein Sprecher des Einsatzteams Braunbär des staatlichen Naturschutzes sagte in den Abendnachrichten des slowakischen Senders STVR, die getötete Bärin sei als säugendes Muttertier erkennbar gewesen. In der Nähe seien drei etwa einen Monat alte Jungtiere gefunden worden, die bereits stark geschwächt gewesen seien. Die Tiere wurden in einen Zoo im westslowakischen Bojnice gebracht; ein Bärenjunges habe dringend tierärztliche Hilfe benötigt.
Nach einer offiziellen Zählung, die 2022 veröffentlicht wurde, leben in der Slowakei rund 1200 Bären. Bei überraschenden Begegnungen oder wenn Muttertiere ihre Jungen bedroht sehen, können sie Menschen angreifen. In den vergangenen Jahren kam es nach Behördenangaben auch zu tödlichen Zwischenfällen.
