SpOn 25.11.2025
11:23 Uhr

Skispringen: Vierschanzentournee für Frauen soll kommen


Seit Jahren ärgern sich die Skispringerinnen, dass es für sie nicht auch eine Vierschanzentournee gibt. Zuletzt scheiterten Pläne an fehlendem Flutlicht, diese Hürde ist jetzt beseitigt.

Skispringen: Vierschanzentournee für Frauen soll kommen

Im Winter 2026/2027 soll zum ersten Mal eine Ausgabe des Skisprungklassikers Vierschanzentournee für Frauen stattfinden. Zuletzt war eine Frauentournee am fehlenden Flutlicht in Innsbruck gescheitert. Nun aber einigten sich der Österreichische Skiverband (ÖSV) und das Land Tirol auf eine entsprechende Finanzierung.

»Toll, dass nun auch dieses letzte Fragezeichen eliminiert wurde. Vielen Dank an alle, die das ermöglicht haben«, sagte Tourneepräsident Manfred Schützenhofer.

Noch offen ist, wie das Programm der Frauen an den traditionellen Stationen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen in den Zeitplan integriert wird. Derzeit ist angedacht, die Frauenwettbewerbe am Qualifikationstag der Männer auszutragen.

Bislang nur Trostpreis für die Frauen

Im aktuellen Winter gibt es für die Frauen nur eine »Zweischanzentournee«, offiziell Two-Nights-Tour genannt: Nach den Springen in Garmisch-Partenkirchen (31. Dezember) und Oberstdorf (1. Januar) geht es zwar nach Österreich weiter, allerdings »nur« auf die kleine Schanze in Villach.

Topstars wie Katharina Schmid hatten zuletzt immer wieder ihren Ärger darüber ausgedrückt, dass die Pläne für eine Frauentournee seit Jahren stocken. »Ich bin mir sicher, wenn es wirklich gewollt wäre, gäbe es schon eine Vierschanzentournee auch für Frauen«, sagte sie 2023 dem SPIEGEL.

Im Oktober sagte Schmid, sie versuche, sich »nicht mehr aufzuregen«. Die 29-Jährige hatte zuletzt überlegt, nach den Olympischen Spielen 2026 ihre Karriere zu beenden – der Ausblick auf die erste Vierschanzentournee könnte diese Überlegungen nun ins Wanken bringen.

mrk/sid