SpOn 12.12.2025
08:33 Uhr

Ski alpin: Michelle Gisin verletzt sich bei Trainingssturz an Halswirbelsäule


Sie stürzt bei hoher Geschwindigkeit und kracht in einen Fangzaun: Die Ski-Abfahrtsläuferin Michelle Gisin hat sich bei einem Trainingslauf schwer verletzt. Per Helikopter wurde sie ins Krankenhaus gebracht.

Ski alpin: Michelle Gisin verletzt sich bei Trainingssturz an Halswirbelsäule

Die Schweizer Skirennfahrerin Michelle Gisin ist im Training zur Weltcup-Abfahrt von St. Moritz schwer gestürzt und hat sich dabei an der Halswirbelsäule verletzt. Die 32-Jährige kam am Donnerstag bei hoher Geschwindigkeit vor einer Linkskurve zu Fall, durchbrach ein Sicherheitsnetz und blieb vor einem weiteren Netz liegen.

Nach einer Erstversorgung wurde Gisin mit einem Helikopter in das Krankenhaus von St. Moritz gebracht – von dort ging es später weiter in eine Spezialklinik nach Zürich.

Wie das Schweizer Skiteam mitteilte, musste die zweimalige Olympiasiegerin dort noch am selben Abend an der Halswirbelsäule operiert werden. Der Sportlerin »geht es den Umständen entsprechend gut«, hieß es. Gisin könne Arme und Beine »normal bewegen«.

Weitere Verletzungen am Knie und Handgelenk

Daneben verletzte sich Gisin bei dem Trainingsunfall auch am rechten Handgelenk und am linken Knie. Wie schwer, das könne zunächst aber nicht gesagt werden, hieß es. Zuerst müsse die Halswirbelsäule stabilisiert werden.

Gisin hat 2018 und 2022 jeweils Olympia-Gold in der Kombination gewonnen und vor knapp vier Jahren in Peking zudem Bronze im Super-G. Für das Schweizer Frauen-Team bedeutet die schwere Verletzung der erfahrenen Athletin den dritten Ausfall dieses Winters.

Lara Gut-Behrami kann wegen eines Kreuzbandrisses in der Olympia-Saison gar nicht mehr antreten. Corinne Suter wird nach einem Trainingssturz – ebenfalls in St. Moritz – wegen Prellungen und einer Unterschenkelverletzung mehrere Wochen ausfallen.

In St. Moritz steht an diesem Freitag (10.15 Uhr; TV: ARD und Eurosport) die erste Abfahrt der Saison auf dem Programm.

bka/dpa