Es ist ein Beispiel von vielen, was im Bremer Ortsteil Tenever passiert ist: Dort brannte es in der Silvesternacht laut Polizei auf dem Dach einer Kindertagesstätte. Feuerwehrleute rückten zum Löschen an. An ihrer Arbeit wurden sie aber gehindert, da laut der Meldung etwa 20 Personen Böller und Raketen gegen sie einsetzten. Die Polizei schritt schließlich ein.
Die Gewerkschaft Ver.di hat Dutzende verletzte Einsatzkräfte im ganzen Land gezählt. Das Ausmaß der Angriffe sei nach einer ersten Auswertung aber geringer als in vergangenen Jahren. Berlin meldete 35 verletzte Beamtinnen und Beamte, Hessen 14, Nordrhein-Westfalen 22.
»Es ist und bleibt empörend, wenn Menschen angegriffen werden, die anderen helfen«, sagte Verdi-Vizechefin Christine Behle. »Das dürfen wir als Gesellschaft in keinem Fall hinnehmen oder gar als Berufsrisiko abtun.« Die Einsatzkräfte verdienten »den bestmöglichen Schutz vor jeder Gewalt«.
Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, forderte härtere Strafen bei Angriffen mit Böllern. »Schon vor null Uhr gab es zahlreiche Festnahmen«, sagte Roßkopf dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er forderte schärfere Strafen und schnelle Urteile.
Das will auch CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Der »Bild« sagte er: »Die Täter müssen mit einer schnellen Verurteilung innerhalb weniger Tage rechnen.« Dazu müssten die sogenannten beschleunigten Verfahren in Deutschland ausgebaut werden. Wer Retter angreife, habe »den Respekt vor wirklich allem verloren«.
