SpOn 22.12.2025
02:05 Uhr

Sicherheit in Deutschland: Bundeskriminalamt (BKA) registriert 2025 mehr als 1000 verdächtige Drohnen-Flüge


Seit Jahresanfang erfasst das Bundeskriminalamt Fälle von verdächtigen Drohnen über militärischen Einrichtungen oder Flughäfen. Nun spricht der BKA-Chef über konkrete Zahlen – und die Schwierigkeit, die Verantwortlichen zu enttarnen.

Sicherheit in Deutschland: Bundeskriminalamt (BKA) registriert 2025 mehr als 1000 verdächtige Drohnen-Flüge

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat in diesem Jahr bis Mitte Dezember eine vierstellige Zahl an verdächtigen Drohnenflügen erfasst. »Wir führen seit Anfang des Jahres ein sogenanntes Lagebild mit allen Daten von Verdachtsfällen, beziehen auch die Bundeswehr mit ein: In diesem Jahr wurden schon über 1000 verdächtige Drohnenflüge gemeldet«, sagte BKA-Präsident Holger Münch der »Bild«-Zeitung. »Am meisten betroffen sind bei uns militärische Einrichtungen, Flughäfen, aber auch andere kritische Infrastrukturen – etwa Rüstungsunternehmen oder Hafenanlagen.«

Auf die Frage, ob diese Drohnen immer auf russische Akteure zurückzuführen seien, sagte Münch: »Das wissen wir nicht mit hundertprozentiger Sicherheit.« Das liege auch an der Schwierigkeit, die Drohnenpiloten fassen und befragen zu können.

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Bund und Länder hatten vergangene Woche in Berlin ein Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) eingeweiht, um unerlaubt fliegende Drohnen besser zu erkennen und unschädlich machen zu können. Der Arbeitsbetrieb soll im Januar aufgenommen werden (mehr dazu, wie sich die Bundesrepublik gegen Drohnen wappnen kann, erfahren Sie hier ).

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Anfang des Monats hatte die Bundespolizei bereits eine Drohnenabwehreinheit bekommen, die bald 130 Spezialkräfte umfassen soll. Sie wird an Flughäfen, in der Hauptstadt und bundesweit in der Nähe sicherheitsrelevanter Objekte stationiert. Sie soll unter anderem KI-gestützte Störsysteme und automatische Abfangdrohnen einsetzen.

  • Drohnensichtungen häufen sich, Politiker vermuten Russland dahinter. Warum die Polizei so machtlos wirkt, und wie die Bundeswehr jetzt helfen soll – alle Antworten hier .

aar/dpa