Mit dem Alter kann Gelassenheit kommen, eine innere Ruhe. Die Schauspielerin Senta Berger, 84, hat in einem Interview mit dem Magazin der »Süddeutschen Zeitung « über eine andere Seite des Älterwerdens gesprochen. Darüber, wie schwer es sein kann.
Berger sagte: »Ich werde ja zum ersten Mal alt. Das ist schwer, das muss ich ja lernen.« Ihr Alter wurde ihr offenbar besonders mit dem Tod ihres Mannes Michael Verhoeven bewusst. Der Regisseur starb 2024, mit 85 Jahren. »Und jetzt, wo mein Mann nicht mehr lebt, bin ich alt. Das weiß ich. Ich bin alt geworden, und jetzt lerne ich es«, sagte Berger.
Zu Hause ist es leer
Auch das mit dem Verlust verbundene Alleinsein müsse sie erst lernen. Wenn sie nach Hause komme, sei das zwar schön. »Es ist nur nicht schön, dass ich nach Hause komme, und es ist leer. Und keiner fragt, wie war es?«
Mit Verhoeven verbrachte sie einen großen Teil ihres Lebens, umso schwerer wiegt der Verlust: »Wir sind ja zusammengekommen, als ich gerade mal 21 Jahre alt war. Und jetzt lerne ich das Alleinsein und darf dabei meine Kinder nicht zu sehr belasten. Aber ich tue es natürlich, klar. Weil sie wissen, dass ich alt werde. Sie hören es, sie sehen es. Und sie kümmern sich sehr um mich.«
Auch ihr Sohn Simon Verhoeven wurde in dem Interview befragt. Er sagte über den Tod seines Vaters: »Es herrscht ja immer noch so eine Art Fassungslosigkeit bei uns, dass das Realität sein soll.«
Verhoeven erklärte, sein Vater sei in dem Haus gestorben, in dem seine Mutter noch heute lebt. »In dem Bett, in dem er immer geschlafen hat. Das ist ein tröstlicher Gedanke.«
